schen Hangfussdörfer von Sevelen bis Sax werden vom Dorfbach durchflossen, wogegen 
die übrigen Dörfer Liechtensteins sowie die einzelnen Fraktionen von Sennwald und 
Trübbach einen Respekt-Abstand zu den Rüfen einhalten. Sie liegen im Schatten des 
Überflutungsbereichs, besonders schön sichtbar am Beispiel von Vaduz. Diese Siedlun- 
gen kennen keinen Dorfbach, weshalb das auf die Wasserkraft angewiesene Gewerbe 
weitab der Dörfer angesiedelt war. 
Die Dörfer im Talgrund. Die Lage einzelner Siedlungsteile im Talgrund ist nicht in 
jedem Falle eine neue Erscheinung wegfallender natürlicher Grenzen. Burgerau, Haag, 
Salez und Ruggell lagen schon zu Zeiten in der Talebene, als der Rhein durchaus noch 
eine Gefahr darstellte. Was bewog nun diese Leute, sich der Gefahr auszusetzen, welcher 
sich die übrigen Bewohner des Rheintals mit allen Mitteln zu entziehen versuchten? 
Eine Antwort hierauf vermögen die Quellen über die Verkehrsverbindungen, vor allem 
der Fähren zwischen Liechtenstein und Werdenberg, zu geben. Solche bestanden zwi- 
schen Trübbach und Balzers, zwischen Burgerau und dem Mühleholz, zwischen Haag 
und Bendern sowie zwischen Ruggell und Salez. Eigentlicher Ursprung der Siedlungs- 
anlage für diese Dörfer war somit der Verkehr. Natürlich wurden auch unter diesen 
Umständen noch die relativ sichersten Plätze für die Besiedlung ausgesucht. Auffallend 
ist die recht günstige Lage jeweils einer Seite in bezug auf die Hochwasser, so von Salez, 
von Bendern, dem Mühleholz und von Trübbach. Die jeweils entsprechenden ehemali- 
gen «Fähren-Dörfer» lagen auf hohen Flussablagerungen. Eines der Dörfer, das am 
stärksten unter den Rheinüberschwemmungen zu leiden hatte, war zweifellos Haag. 
Landvogt Escher beschrieb im Jahre 1766 die Not der Einwohner dieses Dörfchens. Es 
mangle der Einwohnerschaft an allem, was es zur Erneuerung der Wuhren brauche. Die 
jungen Leute seien in die Kriegsdienste gezogen. Waldungen zur Gewinnung von Holz 
fehlten, und die Beschaffung von Steinen sei mangels Fuhrwerken praktisch unmöglich. 
Aufgrund dieses Schreibens wurde den Haagern nachbarschaftliche Hilfe geleistet, doch 
Ruhe vor dem Rhein hatten sie erst nach der Vollendung des heutigen Hochwuhrs. 
Das Hügelgebiet von Wartau bis Buchs. Von Buchs bis in die Gegend von Trüb- 
bach erstrecken sich am Fusse des Alviergebietes einzelne vorgelagerte Hügelzüge, die 
durch eine steile Felswand vom eigentlichen Berggebiet abgesetzt sind. Vom Tal aus 
betrachtet ist aber die Eigenständigkeit dieser Hügelzüge kaum wahrnehmbar, weil die 
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