Moor eindringen, kommen sie nur mehr in Kümmerformen vor. Sie machen den eigen- 
tümlichen optischen Reiz dieses Biotops aus. 
Das grösste regionale Hochmoor findet sich auf Gamperfin in der Gemeinde 
Grabs, nahe des Voralpsees. Dieses begann sich gemäss Pollenanalyse vor rund 12 000 
Jahren zu entwickeln. Der Moorkórper macht hier rund 200 000 m aus und ist an den 
tiefsten Stellen gegen 5 m mächtig. Torfabbauversuche datieren ab 1850. Seit Ende des 
2. Weltkrieges ist das Turbenriet wieder sich selbst überlassen und heute Gegenstand 
eines Revitalisierungsprojektes. Mit knapp 11 ha Grüsse gehôrt das Gamperfiner Hoch- 
moor zu der relativ kleinen Gruppe der 40 gróssten Hochmoore der Schweiz. Weitere 
Hochmoorinseln finden wir am Gamserberg. Im Fürstentum Liechtenstein fehlen dage- 
gen die Hochmoore. 
Felsenheiden und Felsensteppen. Felsenheiden und Felsensteppen sind meist nur 
kleinflächig vorkommende Gebiete, welche der Pflanzenentwicklung aufgrund ihrer 
Trockenheit gewisse Grenzen setzen. Wir finden Reste davon an den Schlosshügeln von 
Sargans wie auch am Balzner Gutenberg. Aufgrund der grossen Zahl von offenen Fels- 
partien im Wartauer Hügelgebiet und etwas seltener an den nórdlich anschliessenden 
Hügelzügen von Sevelen und Buchs erlangen die Felsensteppen auch im Werdenberg 
eine gewisse Bedeutung. Allein der doppelgipflige Maziferchopf südlich von Trübbach 
beherbergt in seinen Felssteppen, Wáldern und Magerwiesen rund 500 Pflanzenarten. 
Die Leitart dieser trockenen Biotoptypen bildet der Schmetterlingshaft, ein Insekt, wel- 
ches als Netzflügler für den Laien halb Schmetterling und halb Libelle ist. 
Auf trockenen, besonnten Gelándekanten, vor allem in den Felskópfen der tief- 
sten Lagen, bildet der Traubeneichen-Mischwald den Übergang von der Felsensteppe 
zum Wald. Hier bildet er, háufig auch begleitet von einzelnen Fóhren, verkrüppelte 
Buschwülder mit sogenannten Steineichen. In dieser Lebensraumabfolge liegt der ein- 
zige regionale Flugort des Segelfalters am Ellhorn bei Balzers. Seine Raupe ernährt sich 
von den Blättern des Schwarzdorns. Der Segelfalter kommt erst wieder im Churer Becken 
und entlang des Walensees bei Quinten vor. 
Der reiche Blumenflor der Trockenwiesen. Wesentlichstes Kriterium für Arten- 
reichtum sind weniger die nassen oder trockenen Rahmenbedingungen, sondern Nähr- 
stoffarmut und einmalige Mahd. Diese Bedingungen sind heute immer seltener gege- 
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