fri 
Gi 
sc 
Ge 
de 
se 
be 
dit 
un 
Di 
stt 
git 
be 
sic 
wi 
sti 
Wi 
ge 1 
Rh] 
lar 
die 
Lie 
de: 
gri 
dei 
mii 
cll 
uni 
Lai 
tigi 
Die 
Ap 
Na 
kat 
Kei 
ten 
Julif | 
(214 MM 
dert 
tit] | 
  
  
  
  
  
  
  
gleichen Überlebenschancen ergeben sich hier für die Kriechtiere und Lurche. Riedle- 
bensráume sind auch bedeutende Rückzugsgebiete für die Insektenwelt. Hier fliegen gut 
sichtbar eindeutig viel mehr Schmetterlinge als anderswo in der Kulturlandschaft. Auch 
unter ihnen gibt es Spezialisten. Beispielsweise lebt die Raupe des Kleinen Moorbláu- 
lings ausschliesslich auf dem Lungen- und seltener auf dem Schwalbwurzenzian. Beides 
sind heute gefährdete Pflanzenarten, die als Folge ihrer späten Blütezeit im August und 
September durch den zu frühen Schnitt bedroht sind. Die Haut der Raupe sondert ein 
Sekret aus, das von einer bestimmten Ameisenart begehrt ist. Die Raupen werden von 
den Ameisen adoptiert, in den Ameisenbau getragen und dort von den Arbeitern gefüt- 
tert. Bis 20 Falter können sich so in einem einzigen Ameisennest entwickeln. Der 
Lebenszyklus dieses Bläulings deutet uns die Komplexität in den Umweltbeziehungen an 
und wie wenig wir über solche Zusammenhänge eigentlich wissen. 
Streuwiesen sind beinahe die letzten landwirtschaftlich genutzten Bereiche, in 
denen über Jahrhunderte kaum Änderungen in der Pflanzendecke noch in der Art der 
Bewirtschaftung stattgefunden haben. Ihre Erhaltung lässt sich daher auch mit der 
Bewahrung einer alten Kulturform begründen. 
Ein Hochmoor von nationaler Bedeutung. Das Hochmoor erhielt seinen Namen 
aufgrund seiner gewölbten Form. Hochmoore entstehen in einem Jahrtausende währen- 
den Prozess. In dessen Verlauf bilden die auf nährstoffarmen Boden spezialisierten Torf- 
moose dicke Polster. Während die Moosstämmchen an der Spitze ständig weiterwach- 
sen, wird der absterbende untere Teil in Torf umgewandelt. Das Moor beginnt allmählich 
über seine Umgebung und vor allem über den Grundwasserspiegel hinauszuwachsen. 
Schliesslich wird das Torfpolster so mächtig, dass das Moor vom Grundwasser unabhän- 
gig und nur noch über die Niederschläge mit Wasser versorgt wird. Nährstoffe gelangen 
daher praktisch nur noch über die Luft in den Moorkörper, so dass dieser extrem nähr- 
stoffarm ist. Einem solch eigenständigen Regime sind allerdings nur wenige Speziali- 
sten des Tier- und Pflanzenreiches angepasst, so dass das Hochmoor artenarm, aber 
reich an Spezialisten ist. Einer der bekanntesten ist der Sonnentau, der sich den man- 
gelnden Stickstoff durch das Verdauen kleiner Insekten mit klebrigen Fangorganen be- 
schafft. 
Das ungestörte Hochmoor ist baumfeindlich. Lediglich in Übergangsbereichen zu 
anderen Biotopen gedeihen die Bergföhre und die Moorbirke. Sobald sie weiter in das 
160 
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.