Viele der genannten Quellen, vor allem auch am Fusse von Schutthalden und 
Schwemmfächern, sind ergiebig und wurden deshalb schon früh zu Trinkwasserzwek- 
ken gefasst. Es dürfte dies mit ein Grund sein, dass der Feuersalamander, der seine Lar- 
ven in Fliessgewässern ablegt, in Liechtenstein ausgestorben ist, während er auf der wer- 
denbergischen, wasserreicheren Seite noch verbreitet vorkommt. 
Kein Land der Seen. Über Jahrtausende war das Rheintal eine Seenlandschaft. Der 
Rhein und die Seitenbäche füllten diesen See allmählich auf. Heute finden wir in der 
Region neben einigen künstlich erstellten Rüfesammlern und Teichen kaum natürliche 
stehende Wasserflächen. Die länglichen Weiher bei Plattis-Weite wurden als militärisches 
Hindernis angelegt. Somit verbleiben das im Jahre 1927 durch den letzten Rheinein- 
bruch entstandene Gampriner Seelein sowie das Werdenberger Seelein. Wenn dessen 
Ursprung auch natürlich ist, so hatte doch der Mensch bei der Ausgestaltung seine Hand 
im Spiel. Die Ortsbezeichnung «am Wuhr» für die ostseitig an den Werdenberger See 
anschliessende Häuserzeile ist ein Hinweis darauf, dass durch entsprechende Damm- 
bauten die Wasserfläche aufgestaut wurde. Neben dem Schutz des Städtchens wurde 
damit wohl auch bewusst ein Karpfenteich für die auf dem Schloss residierenden Grafen 
und Vögte geschaffen. 
Im Alpenraum bildet der durch den Bergsturz aufgestaute Voralpsee die grösste 
Wasserfläche. Weitere Kleinseen finden sich unterhalb des Sisitzgrates am Buchserberg 
sowie am Fusse des Alviers. Sie liegen in Karmulden, also in einst von Hängegletschern 
geschaffenen und von der Grundmoräne abgedichteten Vertiefungen. Auch die Mulde 
des Schaner Rietes nördlich von Oberschan dürfte vor noch relativ kurzer Zeit einen 
Kleinsee enthalten haben, der zwischenzeitlich zum Ried verlandet ist. 
In den Liechtensteiner Alpen trägt nur ein einziges Gewässer einen Seenamen, es 
ist das Sasser Seelein. Auf der Linie von Malbun nach Stachler und Guschgfiel wie auch 
auf der Alp Gapfahl-Obersäss finden wir noch weitere Kleinweiher. Es handelt sich um 
Dolinen, also durch chemische Verwitterung im Gips entstandene Einsturztrichter, die 
teils durch Grundmoränenmaterial verfüllt und abgedichtet sind. Das Postkartensujet 
Sasser Seelein verlor zum Schreck der Tourismuskreise für einige Jahre sein Wasser prak- 
tisch vollständig, und es wurden bereits Sanierungspläne mit Folienabdichtung 
geschmiedet, als sich das Leck plötzlich von selbst wieder abdichtete. Seen-Flurnamen 
ohne Bezug zu einem bestehenden Gewässer finden wir noch auf dem Schellenberg, 
  
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