Ein wenig Vinschgau durch mächtige Seitenschuttkegel. Das Rheintal und 
seine Hänge werden vom fliessenden Wasser beherrscht. Dies wird vor allem auf alten 
Ansichten und Karten deutlich. Nicht nur der Rhein belegte weite Teile des Talraumes, 
auch die seitlichen Zubringer mündeten frei in den Rhein und bildeten grössere und 
kleinere Mündungsstellen. Heute sind diese Zusammenhänge kaum mehr erkennbar. 
Nur noch ein einziger Bach, der Trüebbach, darf selbständig in den Rhein gelangen. Alle 
übrigen Zubringer werden heute in Sammelkanälen abgefangen, so der Vilterser-Wang- 
ser-Kanal und der Werdenberger Binnenkanal auf der St.Galler Seite, der Liechtensteiner 
Binnenkanal und der Spirsbach in Liechtenstein. 
Die rheintalseitigen Bäche mit den grössten Einzugsgebieten entwässern aus dem 
Alviergebiet, darunter der Buchser Tobelbach, der Sevelerbach und der Trüebbach. Die 
Simmi mit rund 7 km Länge reicht sogar über die Bezirksgrenze hinaus und nimmt den 
grössten Teil der Gewässer der Wildhauser Mulde auf. Die Wildbäche des nördlichen 
Werdenbergs sowie Liechtensteins sind topographisch bedingt recht kurz und versickern 
zu einem grossen Teil in den eigenen Schwemmfächern. 
Die inneralpinen Bäche Liechtensteins sammeln sich in der Samina, dem grös- 
sten und längsten Wildbach der Region. Sie entwässert, im Gegensatz zu allen anderen 
bedeutenden Wildbüchen, über die Ill in den Rhein. Auf dem grossen Schuttkegel der 
Samina ist Frastanz angesiedelt. Hier dehnen sich auch die fruchtbarsten Landwirt- 
schaftsbóden dieser Vorarlberger Gemeinde aus. Aufgrund ihrer Grósse und ihres Ein- 
zugsgebietes konnte früher auf der Samina Holz geflósst werden. Die Flósserei wurde bis 
in die 50er Jahre ausgeübt, wovon die Triftanlage am Talausgang bei Frastanz noch 
heute zeugt. Die Samina wie der Lawenabach sind heute für die Energiegewinnung 
genutzt und haben deshalb nur mehr eine reduzierte Wasserführung. 
Sieht man von der Samina ab, sind es nicht die gróssten Báche, welche die gróss- 
ten Schwemmfücher geschüttet haben, sondern die kurzen und steilen wie die Rüfen im 
Mühleholz zwischen Schaan und Vaduz. Das Ausmass dieses Schuttkegels wird beson- 
ders schón ersichtlich, wenn man vom Rhein her kommend nach Vaduz fáhrt. Aus die- 
sem Blickwinkel erlebt der Betrachter die Mühleholzrüfe als markante schiefe Ebene, die 
von der Talmitte bis weit hinauf an den Gebirgshang reicht. Einen ähnlich grossen 
Schwemmfächer schüttete der Steinebach in Sennwald. Kennzeichnend für solche 
Bäche ist, dass sie in vegetationsarmem Gebiet entspringen, wo das Wasser besonders 
erfolgreich erodieren kann. 
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