Diese natürlichen Vegetationsabstufungen sind durch den Menschen gründlich 
verwischt worden. Dies geschah einerseits durch die Rodungen, dies verstärkt ab der Zeit 
der Karolinger im 8. Jh. n. Chr. Mit der Einwanderung der Walser um 1300 dürften dann 
die Rodungen ihren Höhepunkt erreicht haben. Ab dem 15. Jahrhundert erhalten wir 
bereits Hinweise auf eine Holzverknappung. Erst jetzt erfuhr man den Wald als begrenz- 
tes Gut. Obrigkeitliche Massnahmen trugen ab dem 19. Jahrhundert allmählich zur 
Waldkonsolidierung bei. Der Wald wurde zum Forst mit klaren Zielsetzungen. Im Gegen- 
satz zur Schweiz, wo der Kahlschlag bereits seit 100 Jahren gesetzlich verboten ist, wurde 
die grossflächige Verjüngung in Liechtenstein bis zum 2. Weltkrieg ausgeführt. Die Wäl- 
der des Liechtensteiner Unterlandes zeigen einen gleichförmigen Hochwald aus meist 
reinen Fichtenbeständen, der diesen Kahlschlag-Nachfolgewald darstellt. Diese Wunden 
aus der Kahlschlagzeit sind noch lange nicht verheilt und bilden eine schwere Erblast. 
Jeder Sturm fordert in den labilen, standortwidrigen Wäldern neue Schäden. So dürften 
rund 40-50 Prozent der einstigen Laubwälder in Fichtenforste umgewandelt worden 
sein. Am naturfernsten präsentiert sich der Schellenberg, der auf rund 85 % der Fläche 
in seiner Bestockung verfremdet ist. So stockt auf dem «Lindholz» nicht die standortty- 
pische Linde, sondern ein Fichtenforst. 
Dennoch konnten sich auch gerade in unserer Region standorttypische Wälder 
erhalten. Verschiedenenorts haben sich ausgeprigte Hallen-Buchenwilder erhalten, wie 
beispielsweise oberhalb von Schloss Vaduz. 
Die Tierwelt im Wandel der Zeiten. So wie sich das Vegetationskleid den 
veränderten Klimabedingungen anpasst, so ändert sich auch die entsprechende Tierwelt 
im Verlaufe der Zeiten. Im Gletschervorfeld lebte eine grössere Zahl von Grosssäugern, 
darunter Ren, Wildpferd, Moschusochse oder Vielfrass, die sich mit der nachfolgenden 
Erwärmung in den Norden oder Nordosten zurückzogen. Im Alpenraum überlebten 
Steinbock, Gemse, Murmeltier, Schneehase und Schneehuhn. Andere, wie das Mammut 
oder der Höhlenbär mit den bekannten Fundstellen im Wildkirchli und im Drachenloch, 
starben aus. 
Die Knochenfunde bei Grabungen auf dem Schellenberg an den Siedlungsplätzen 
«Borscht» und «Lutzagüetle» zeigen, dass im Waldland des Rheintals von der Stein- bis 
zur Bronzezeit und wohl auch noch bis ins frühe Mittelalter der Auerochse, der Wisent, 
der Elch und der Biber bejagt wurden. An diesen Grabungsplátzen finden sich jedoch 
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