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berg erfolgte. Zahlreiche Zwischenstandorte am warmen Bergfuss des Alpenrheintals 
sind demnach Zeugen der Wármezeiten und nicht Ausstrahlungen der Bündner Trok- 
kenflora des Churer Beckens. 
In den hóheren Lagen wanderte vor 7 000 bis 6 000 Jahren die Weisstanne aus 
dem Mittelmeerraum ein, während die Fichte aus dem Karpatenraum in unsere Breiten 
vordrang. Eine neuerliche Abkühlung liess die erst vor 6 000 bis 5 000 Jahren bei uns 
heimische Buche und die Weisstanne als Baumarten überlegen werden. Die Waldgesell- 
schaften der Würmezeiten zogen sich auf Extremstandorte, 7. B. in felsenreiches Gebiet, 
zurück. Hierfür finden sich im fóhnreichen Rheintal einige geeignete sonnige Lagen. 
Vor rund 2 500 Jahren, also um ca. 500 v. Chr., ist die Bildung der Waldgürtel, wie 
sie zur Hauptsache auch heute noch bestehen, fast vollstándig abgeschlossen. Zu diesem 
Zeitpunkt dürfte das Rheintal noch weitgehend ein Waldland dargestellt haben. Wir 
müssen uns hierbei allerdings keinen dunklen Forst vorstellen. Der Talboden war mit 
Auwald bestockt, wobei die Hochwasser des Rheines und seiner Zubringer die Vegetation 
immer wieder aufrissen und Licht hinein brachten. Auf den Moorbóden im «Schatten» 
der grossen Flüsse kam ebenfalls ein eher lockerer Bruchwald auf. Auf den mageren, 
flachgründigen und südexponierten Rippen und in den Rüfeschuttkegeln blieben 
Reliktwälder erhalten, die den nacheiszeitlichen Fóhrenwaldheiden und Lindenmisch- 
wáldern zuzuordnen sind. 
An den Rheintalhängen bis in alpine Lagen ist die Waldvegetation klar abgestuft. 
Oberhalb der Rheintalebene bis auf etwa 700 — 800 m beherrschen Laubmischwälder die 
mittleren Lagen. Hier gelangen u. a. Eichen, Eschen, Ahorne und Ulmen zur Vorherr- 
schaft. Die Fichten leiden hier bei grösserem Bestockungsanteil häufig an Krankheiten, 
die Buche ist noch nicht im Zenit ihrer Leistung. Diese beginnt ab 600 bis 800 m und 
endet auf der Sonnseite bei ca. 1200 m ü. M. Dort kann die Buche fast reine Bestände bei 
bester Wuchskraft entwickeln. Im Rheintal náhme somit die Buche von Natur aus den 
gróssten Flàchenanteil der Waldungen ein. Insbesondere ab 1000 Metern mischt sich auf 
frischeren Lagen die Weisstanne bei. Sie fehlt heute allerdings als Schattholzart infolge 
des Kahlschlagbetriebes im letzten Jahrhundert und infolge des zunehmenden Wildver- 
bisses in den letzten 50 Jahren. Ab der oberen Montanstufe, also ab 1400 m, entwickelt 
die Fichte ihre Dominanz und kann dort Reinbestände ausbilden. Die Tanne kann vor 
allem auf feuchteren Lagen noch mithalten. Die obersten Waldlagen gehören den Fich- 
ten und auf Rohböden auch den Lärchen. 
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