63 
welcher anders glaubte, als die Juden, weßhalb 
diese und die Samariter einander gar nicht leiden 
konnten. Dieser Samariter sah den Verwundeten, 
verband seine Wunden, hob ihn auf sein Lastlhier, 
und brachte ihn in die nächste Herberge. Am 
andern Tage aber, als er weiter reisen mußte, gab 
er dem Wirthe zwei Zehner, und sagte zu ihm: 
„Sorge für ihn, und wenn noch mehr aufgehen 
sollte, so will ich alles bezahlen, wenn ich wieder 
zurückkomme. 
Ich will im Mitleid stets mich übe», 
Um den Nächsten recht zu lieben. 
62. 
In der Geschichte, die uns Jesus da erzählte, 
wirst du, mein Kind! nun leicht erkennen, welcher 
von diesen dreien seinen Nächsten liebte. Der 
Priester und der Levit liebten den Nächsten nicht, 
weil sie ihm nicht halfen. Der Samariter aber haue 
Mitleid mit dem Unglücklichen, und half ihm, und 
zeigte auch dir, wie du deinen Nächsten lieben sollst. 
Du darfst also nicht allein Mitleid haben, sondern 
du mußt helfen so gut du kannst. Das will dein 
Heiland von dir haben, und dann zeigst du, daß 
du deinen Nächsten liebst, wie dich selbst. Keine 
Mühe muß dir zu viel sein, wenn du einem Un 
glücklichen helfen kannst. — Geht es aber dem 
Andern wohl, so mußt du dich mit ihm freuen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.