Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
9
Erscheinungsjahr:
1981
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_9/11/
Ein Land mit einer Fläche von 160 km' muss mit seinem nicht vermehrbaren Grund und Boden sparsamer umgehen als vergleichbare Regionen in anderen Staaten. In Kenntnis der Ergebnisse der Bestandesaufnahme bedarf es eines Sofortprogrammes zur Eindämmung weiterer Zersiedelung. Ein Siedlungsentwicklungskonzept mit einem Bündel von durchzuziehenden künftigen Massnahmen wird eine restriktive Linie ein- läuten müssen. Jedermann ist bekanntlich für die Erhaltung der Umwelt oder für die Erhal- tung eines lebenswerten Liechtensteins. Nur, einen selbst sollte es in den eigenen Wün- schen nicht treffen. Und gerade dies wird unter Umständen inskünftig der Fall sein, ja der Fall sein müssen, weil wir es uns aus Gründen unserer Umwelt, aber auch aus fi- nanziellen Aspekten einfach nicht mehr lei- sten können, die Zügel schleifen zu lassen. 
Liechtensteiner Umweltbericht Raumordnung 
Seite 11 Fortsetzung von Seite 10 schon Raum für 13 000 Einwohner, Eschen — Nendeln könnte 7,8 mal soviel Leute unter- bringen wie heute.. . Der vorgelegte Bericht nennt uns auch klar die Gründe für die Zersiedelung: zu hohe wirtschaftliche Prosperität oder einfach ge- sagt, es ist zu viel Geld vorhanden. Aus der Aufstellung der Staats- und Gemeindehaus- halte geht hervor, dass allein die Gemeinden zwischen 1970 und 1978 130 Millionen Fran- ken für die Erschliessung von Bauland aufge- bracht haben. Dies entspricht mehr als einem Fünftel der gesamten Gemeindeausgaben. Die fortschreitende Zersiedelung wurde damit in hohem Masse erst durch die Bereitstellung öffentlicher Mittel ermöglicht. Der 
    

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