Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
8
Erscheinungsjahr:
1981
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_8/12/
Ein entsprechender Regierungsauftrag wur- de am 9. Januar 1980 erteilt. Das Inventar dürfte voraussichtlich bis Ende 1981 vor- liegen. 
Seite 12 Europaratskampagne und Liechtenstein Juli 1981 ... mit Begründung warum Schutzgebie te, was für Lebensräume sind in Liechten stein bedroht, welche Tier- und Pflanzen arten sind gefährdet? Im Sinne eines Ab schlusses der Kampagne wurde vorge schlagen, diese Broschüre an jeden   Liechtensteinischen Haushalt abzugeben Die staatliche Naturschutzkommission ha diesen Vorschlag lebhaft unterstützt und a die Regierung im befürwortenden Sinne 1980 
  weitergeleitet   Nach dem Vorliegen des Inventares der schützenswerten Naturgebiete war es konsequenterweise nötig, auch Gebilde der Natur, die durch besondere Schönheit, Eigenart, Seltenheit, wissenschaftlicher oder volkskundlicher Bedeutung sich aus- zeichnen, im Lande zu erfassen. In Frage kommen vor allem markante Bäume und Baumgruppen, geologische Objekte wie Findlinge und Aufschlüsse, Kleinstandor- te von bedrohten Tier- und Pflanzenarten. 
Überprüfen weiterer Möglichkeiten zur Wiederbewässerung ausgetrockneter Fliessgewässer zur Verbesserung des biologischen Gleichgewichtes. Verände- rung der kanalisierten Gerinne durch Ein- bau von Buhnen, Schaffung von Kolkun- gen, Erweiterungen etc. zur Reaktivierung verbauter Fliessgewässer. Schutzgebiete können in der Regel nicht sich selbst überlassen werden, soll der Schutzinhalt nicht gefährdet werden. Feuchtgebiete würden etwa ohne regel- mässigen Schnitt der Streue verwalden, so dass die schützenswerten Tiere und Pflanzen nicht mehr aufkommen könnten. Stehende Gewässer verlanden mit der Zeit, so dass sich durch Gestaltungs- massnahmen neuer Wasserflächen wie- der Raum für die entsprechenden Tiere und Pflanzen ergeben. 
Nachdem schon früher der Kleine Kanal bei Schaan wieder bewässert werden konnte, wurde im Jahre 1980 die Wasserzufuhr zum Gampriner Seelein gesichert. Das Überwas- ser dient zur Wiederbewässerung des Rug- geller Mühlebaches auf einem zusätzlichen Abschnitt von ca. zwei Kilometer Länge. Ein Renaturierungsprojekt für den wiederbewäs- serten Kleinen Kanal (Schaan) wurde erstellt, jedoch noch nicht realisiert. Der Unterhalt der bestehenden Schutzgebie- te konnte durch den Kauf einer Riedmähma- schine inkl. Ladewagen und die Pflege durch die bestehende staatliche Windschutzequipe erstmals 1980 sichergestellt werden. Im Frühjahr 1981 konnten durch den Bau von zwei Weihern im Naturschutzgebiet Schwab- brünnen-Aescher wieder stehende Wasser- flächen geschaffen werden. Riedmähmaschine mit Ladewagen Bekanntlich scheiterte eine von den priva- ten Naturschutzorganisationen vorberei- tete Revision des seit 1933 bestehenden Naturschutzgesetzes. Diese wäre beson- ders darum wichtig gewesen, weil das da- malige Gesetz inhaltlich alleinig vom Ein- zelgebildeschutz ausgegangen ist und da- mals noch nicht erkannt hat, dass in ver- schiedenen Abstufungen die ganze Land- schaft schützenswert ist. Insbesonders fehlt uns in Liechtenstein die Schutzform des «Landschaftsschutzgebietes», das die wesentlichsten Erscheinungsbilder er- halten möchte, ohne dass für die Urpro- duktion in der Bewirtschaftungsweise Auflagen nötig sind. Ebenso ist die Arten- liste der zu schützenden Tiere und Pflan- zen zu bereinigen, da 1933 teilweise Arten im 
Gesetz aufscheinen, die es bei uns nicht gibt und dafür andere wieder nicht enthalten sind. Entsprechende Schritte zur Revision wurden noch nicht eingeleitet. 
Im Naturschutzgebiet Ruggeller Riet konnte dieses Anliegen 1980 realisiert werden, wo- bei zusätzlich ein Wegnetz markiert wurde. Noch in der ersten Jahreshälfte 1981 werden alle bestehenden Reservate einheitlich mar- kiert. Ein entsprechender Antrag wurde 1979 von der staatlichen Naturschutzkommission ein- gereicht, aber noch nicht realisiert.
        

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