Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
4
Erscheinungsjahr:
1979
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_4/4/
Sonnenenergie ist ein Thema, das mehr und mehr Interesse findet. An Abhand- lungen in Heft- und Buchform fehlt es auf dem Markt denn auch nicht. Doch ein leicht verständlicher Querschnitt durch die 1500 in der Schweiz bereits bestehenden 
Alternativenergie-Anla- gen, durch die Freuden aber auch Nöte ihrer Erbauer und Betreuer suchte man bisher vergebens. Jetzt aber haben der WWF-Schweiz, die Schweizerische Ver- einigung für Sonnenenergie (SSES) und die 
Schweizerische Energie-Stiftung (SES) einen solchen Bericht veröffent- licht: «Alternative Energie-Anlagen der Schweiz» nennt sich der 130seitige Band im 
Grossformat, der grafisch wie ein Magazin gestaltet ist. Warum stiegen die Anlagenbesitzer auf die Sonne um? Welche praktischen Er- fahrungen machten sie? Wirkte sich die Sonne auf ihren Lebensstil aus? Hat die neue Technik neben allen Sonnenseiten auch ihre Schattenseiten? So lauten die Kernfragen im reich bebilderten Repor- tagenteil des Buches. Ein zweiter Teil des Buches nimmt «das Geschäft mit der Sonne» unter die Lupe. Es beschreibt den Schweizer Sonnen- energiemarkt mit seinen horrenden Wachstumsraten und seiner ständig stärkeren volkswirtschaftlichen Bedeu- tung. Das Kapitel «Das kleine ABC der Son- nentechnik» gibt einen leicht fasslichen Einblick in die Sonnenenergie-Fach- sprache und erklärt puzzleartig, aus welchen Teilen ein Sonnenheizsystem aufgebaut ist. «Guter Sonnenrat muss nicht teuer sein»: So ist eine ganze Reihe von Tips betitelt, die einen ersten negativen Kontakt mit der umweltfreundlichen Sonnenenergie verhindern wollen. Den praktischen Zugang zur Sonnen- energie erleichtert zudem ein 16seitiges Sonnenfirmen-Verzeichnis, das erstmals nach Kantonen geordnet ist. Das Buch, das jedem Hauseigentümer wichtige Erfahrungen weitervermittelt, ist zu 9 Franken direkt beim WWF Schweiz, Postfach, 8037 Zürich, erhält- lich oder im Buchhandel und an Kios- ken. 
Buchbesprechung PANDA-Report «Alternative Energie-Anlagen in der Schweiz» Die LGU setzt sich ein: Für die Wiederverwertung von Altpapier 
Seite 4 
Energie November 1979 Papier und Pappe gehören zu den wich- tigsten Erzeugnissen der industriellen Fertigung: sie werden für eine Vielzahl von menschlichen Tätigkeiten benutzt und bilden für alle Verbraucher einen Bestandteil des täglichen Lebens. Die Tatsache, dass Papier in erster Linie in Zusammenhang mit kurzlebigen Kon- sumgütern Verwendung findet, bedeutet jedoch, dass Papier nach der Benutzung als 
Abfallprodukt anfällt, das zum Schutze der Umwelt beseitigt werden muss. Energiefreundlich, umweltfreundlich Wenn wir vom nötigen Umweltbe- wusstsein sprechen, ist untrennbar auch der Begriff des Recyclings — der Wie- derverwertung — damit verbunden. Eine Steigerung der Rückführung von Altpapier' würde eine Reihe bedeutender Vorteile bieten, die sich sowohl auf die Umwelt als auch auf die Abfallbeseiti- gung auswirken würden: — 
Wird mehr Papier der Wiederver- wertung zugeführt, dann verringert sich die Abfallmenge und damit der Kostenaufwand für die Abfallbe- seitigung. — 
Jede Tonne Altpapier, die zurückge- führt wird, entspricht 2-3 Kubik- meter Holz (das z. B. für Heizzwecke verwendet werden könnte). — 
Durch die Verwendung von Altpa- pier als Rohstoff, anstelle von Pri- märrohstoffen, werden bedeutende Energieeinsparungen erzielt. Es gibt zahlreiche Faktoren, die eine höhere Rückführungsrate schwierig ge- stalten, einige hängen mit technischen und wirtschaftlichen Problemen zusam- men, andere jedoch auch mit der Ein- stellung. der Menschen. 1 Übrigens: Schaan ist die erste Gemeinde, die in ihrer Sammelstelle beim Werkhof auch Altpapier entgegennimmt! 
Änderung des Verbraucher- Verhaltens Bei der Einstellung des Verbrauchers hat die LGU eingehakt. Sie hat die Lan- desbehörden und die Gemeinden ange- schrieben und sie auf das Umwelt- schutzpapier aufmerksam gemacht und auf allfällige Verwendungszwecke wie Gemeinde-Informationsblätter, Rechen- schaftsberichte, Couverts etc. hingewie- sen. Es ist uns zur Zeit bekannt, dass die Ge- meinden Balzers, Triesen, Triesenberg und Schaan teilweise Umweltschutzpa- pier einsetzen. Die Landesbehörden haben nach einer grossen Ankündigung in der Landespresse, die in der ganzen Schweiz übernommen wurde, intern Notizblöcke auf Umweltschutzpapier verteilt (!). Noch scheinen Hindernisse für den vermehrten Einsatz auf der Ebene der Behörden vorzuliegen. Sie mögen mit den folgenden zitierten 
Aus- führungen abgedeckt sein: «Zur Zeit bevorzugen die Verbraucher immer noch unnötig gute Papierquali- täten, beispielsweise hochreines Schreib- papier, obgleich geringere Qualitäten den beabsichtigten Zweck voll und ganz er- füllen würden. Die Behörden, die Ministe- rien und die Industriebetriebe wenden Normen an, die aufgrund ihrer übertrie- ben strengen Qualitätsanforderungen die Verwendung von Altpapier bei bestimm- ten Papier- und Pappequalitäten be- schränken oder völlig ausschliessen. In dieser Hinsicht muss jedermann seine Bereitschaft an den Tag legen, durch die Aenderung seines Verbraucherverhaltens einen persönlichen Beitrag zum Umwelt- schutz zu leisten.» (Quelle: 
Stand der Umweltschutzar- beiten, Zweiter Bericht 1979, Kommis- sion der Europäischen Gemeinschaften, Brüssel)
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.