Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2001
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_39/5/
Eduard Büchel, Schellenberg, FBP 62 Jahre, Manager Wir können den Fortschritt der Technik nicht anhalten, höchstens für einige Zeit bremsen. Die Mobil- telefonie erfreut sich einer immer grösser  werdenden Anzahl von Benützern. Nach meinem Wissensstand gibt es bis heute keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die weder die Schädlich- keit noch die Unbedenklichkeit der Benützung des Mobiltelefons bewei- sen, sofern Grenzwerte eingehalten werden. Wobei für die Festlegung der Werte Experten herangezogen werden müssen. Diese Werte müssen andau- ernd überprüft und dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkennt- nisse angepasst werden und dies unab- hängig von materiellen Überlegungen. Auf Grund der vorherrschenden Unsicherheit mit der wir voraussichtlich für einige Zeit leben müssen, gilt es der Wahrung der Gesundheit der Bevölke- rung die Priorität einzuräumen. 
Gerlinde Büchel Ruggell, FBP 53 Jahre, Hausfrau Es sollte ein Weg gefunden werden, der die Bedenken bezüglich der Auswirkungen auf die Gesundheit ernst nimmt. Die Frage des Grenzwer- tes ist ohne die Anhörung von Fach- leuten nur schwierig zu beantworten. Die Gesundheit der Bevölkerung sollte aber auf alle Fälle vor materiellem Denken stehen, ist sie doch länger- fristig das höhere Gut, das es zu bewahren gilt. 
Stephan Banzer Triesen, FBP 22 Jahre, Bauzeichner Der Mobilfunk ist heute nicht mehr wegzudenken. Es muss zwischen "was ist notwendig um die Antennen betreiben zu können" und "wieviel ist tragbar für Mensch und Natur" abgewogen werden. Langfristig  müssen die gesundheit- lichen Aspekte überwiegen. Es gilt einen Mittelweg zu finden. 
Alois Blank Gamprin, FBP 53 Jahre, EDV-Koordinator Die Festlegung der Immis- sionsgrenzwerte ist ein äusserst schwieriges Problem weil die Meinun- gen der Fachleute hier sehr weit aus- einander gehen. Für mich muss die Gesundheit unserer Kinder und der ganzen Bevölkerung im Vordergrund stehen. Unser höchstes Gut ist die Gesundheit und die gilt es vor mate- riellen Gewinn zu stellen. Die Standort- frage sowie die Anzahl von Sende- masten darf nicht von einzelnen diktiert werden, hier müssen gemein- same Lösungen gesucht werden. Damit fachliche und technische Abklärungen vorgenommen werden können, ist von den Parteien ein Moratorium eingereicht worden. Ruth Büchel Vaduz, FBP, 45 Jahre selbständige Geschäftsfrau Mobiltelefonie und deren rasante Verbreitung ist nicht mehr wegzudenken bzw. aufzuhalten. Gerade deshalb ist auf die Gesundheit der Bevölkerung grösstes Gewicht zu legen. Entsprechende Massnahmen sind erforderlich. Die Frage der vorge- gebenen Grenzwerte ist bestimmt nur von Fachleuten richtig zu beurteilen. 
Bernadette Brunhart Balzers, VU 55 Jahre, Hausfrau Die Ängste der Bevölke- rung sind ernst zu nehmen und auch die Tatsache, dass bei Kindern und älteren Menschen erhöhte Vorsicht geboten ist. Auf der anderen Seite ist zu bedauern, dass diese Diskussion zu emotional geführt wird. In Liechten- stein gelten meines Wissens weltweit die niedrigsten Grenzwerte. Wenn eine weitere Reduktion der Grenzwerte nicht zur Folge hätte, dass noch mehr Masten aufgestellt werden müssen, wäre dies begrüssenswert. Für mich geht die Entwicklung im Hinblick auf die Einführung dieser neuen Techno- logie im Vergleich zur Erforschung der gesundheitlichen Verträglichkeit zu rasch. Mobil-Telefonieren ist "Handy", aber meines Erachtens nicht notwen- dig, wo ein Festnetz greifbar ist. Ich bin überzeugt, dass viele über Mobiltele- fonie und ihre Folgen wettern, selbst jedoch ein Handy in der Tasche haben. Christian Brunhart Balzers, FBP 44 Jahre, Ingenieur HTL Eine stetig wachsende Zahl der Bevölkerung nutzt heutzutage die Mobiltelefonie. Insbesondere für Gewerbetreibende und Privatpersonen ist die Mobiltelefonie von grossem Nutzen und nicht mehr wegzudenken. Die Bedenken grosser Bevölkerungs- kreise nehme ich sehr ernst. Ich bin der Ansicht, dass die Gesundheit der Bevölkerung viel wichtiger ist als der materielle Gewinn. Die Strahlenbelas- tung der Bevölkerung darf sicherlich nicht so hoch sein, dass schädliche Auswirkungen auftreten. Die Abstrah- lung der Sender ist so tief wie möglich anzusetzen, sodass gerade noch in ausreichender Qualität telefoniert werden kann. Für die Festlegung der Grenzwerte müssen auf jeden Fall Fachleute angehört werden.
        

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