Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2001
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_39/23/
Adolf Ritter Mauren, Freie Liste 45 Jahre, Lehrer Nein, das wäre kurzsichtig und kontraproduktiv. Die Erwärmung des Klimas durch die Treibhausgase wird schneller und drastischer voran- schreiten, als wir im Moment noch glauben wollen. Studien in der Schweiz zeigen klar, dass Skigebiete wie Malbun schon in naher Zukunft ohne genügend  Schnee sein werden. Da helfen auch keine Schneekanonen mehr. Wer heute im Malbun in Millionen- höhe in Schneekanonen investiert, schiebt bestenfalls die Probleme in die Zukunft und verhindert die längst fällige nachhaltige Neuausrichtung des Tourismus in unserem Alpengebiet. 
Ernst Joseph Walch Planken, FBP, 44 Jahre Dr. iur. Rechtsanwalt Zunächst erachte ich es als notwendig, dass wir einen Konsens über die Gesamtnutzung unseres Alpenraumes schaffen. Dabei ist der einheimische Tourismus, das heisst Malbun als Naherholungsgebiet der heimischen Bevölkerung, wesentlich zu gewichten. Malbun als Naherholungs- raum beschränkt sich nicht nur auf die Wintersaison. Eine Übernützung unse- res kleinen Alpenraumes darf nicht in Betracht kommen. Mit Beschneiungs- anlagen verbundene Emissionen sind mit dem resultierenden Nutzen abzu- wägen. Die Umweltverträglichkeit ist gegen die Begehren der Tourismus- branche abzuwägen. Erich Sprenger, Triesenberg, VU, 47 Jahre selbständiger Buchhalter Soll Malbun weiter als Tourismusort vermarktet werden, so ist die Erstellung einer zeitgemässen, jedoch den Grössenverhältnissen im Malbun entsprechenden Infrastruktur unerlässlich. Auch eine Familie mit Kindern, für welche unser Malbuntal als Ferienort geeignet ist, stellt gewisse Anforderungen an eine Infrastruktur in ihrem Feriengebiet. Erwachsene, vor allem auch Kinder brauchen neben dem Skifahren entsprechende Alter- nativangebote. Die Beschneiung in einem vertretbaren Rahmen ist absolut sinnvoll. Es sollte eigentlich bekannt sein, dass das Zentrum von Malbun auf 1600 m ü. M. liegt. Selbst die Schneeflucht liegt noch im Bereich, in welchem laut Nationalfonds-Studie der Schweiz die Schneesicherheit in den nächsten 50 Jahren zu liegen kommt. 
Klaus Wanger Schaan, FBP 59 Jahre, Dipl. Kaufmann Mit Ihrer suggestiven Fragestellung: "Sind Sie der Ansicht, dass es Aufgabe des Staates ist Beschneiungsanlagen im Malbun finanziell zu unterstützen?" dokumen- tiert nach meiner Ansicht die LGU unterschwellig ihre negative Haltung in dieser Angelegenheit. Diese Haltung kann ich nicht teilen. Ich bin der Ansicht, dass von privater wie auch von staatlicher Seite alles unternommen werden muss, das Wintersportgebiet Malbun in seiner Schönheit zu erhalten. In welchem Umfang staatliche Hilfe für die Beschaffung von Beschneiungs- anlagen gerechtfertigt und notwendig sein wird, muss auf Grund detaillierter Studien ermittelt werden.
        

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