Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2001
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_39/21/
Mario Frick Balzers, VU 35 Jahre, Dr. iur. HSG Die Regierung unterstützt gemeinsam mit der Gemeinde Triesen- berg unser Feriengebiet Malbun. Unser Ansatz ist es, Malbun beim Aufbau vernünftiger Infrastruktur zu helfen. Dies betrifft aber die generelle Infra- struktur. Die Skilift-Betreiber müssen selber wissen, ob sich Beschneiungs- anlagen im Sinne des Baugesetzes für sie rechnen oder nicht. Walter Hartmann Vaduz, VU 51 Jahre, Zahnarzt Ich habe der gesetzlichen 
Erwin Gassner Ruggell, Freie Liste 40 Jahre, selbständiger Versicherungsmakler Das Malbun sollte attraktiver gemacht werden. Dies hängt jedoch sicher nicht von einer Beschneiungsanlage, die auch noch vom Staat finanziell unter- stützt werden soll, ab. Ein autofreies Ski- und Wandergebiet Malbun, das nur mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar ist, könnte ein Ziel sein. Der Traum wäre ein autofreies Alpen- gebiet Liechtenstein als touristische Attraktion. Grundlage zur künstlichen Beschneiung im Malbun seiner Zeit zugestimmt, nachdem die Zweifler dahingehend befriedigt wurden, dass eine Umwelt- verträglichkeitsbeurteilung (Trink- und Brauchwasser) einer etwaigen Realisierung vorausginge und dass die Beschneiung nur parziell erfolgen --würde, um auch exponierte Pistenteile benützbar zu machen. Niemals würde ich einer generellen Kunstschnee- erzeugung im Malbuntal zustimmen und auch nicht einer staatlichen Subvention. 
Christian Goop Vaduz, FBP 18 Jahre, Gymnasiast Skifahren ist schön, und auch ich freue mich, wenn die Pisten länger weiss sind, als es eigentlich schneit. Wie sehr umweltschädlich eine solche Schneekanone ist, weiss ich nicht, und deshalb möchte ich nicht gleich ein Urteil fällen. Braucht so eine Kanone nur den Strom eines normalen Fernsehers, so kann man nicht klagen. Benutzt man zur Herstel- lung von Schnee wirklich nur Wasser, ohne Zusatzstoffe, die Wasser auch noch mit fünf Grad erstarren lassen, warum soll man nicht eine Schnee- kanone verwenden? Doch wenn eine Schneekanone Unmengen von Energie verschlingt, die Umwelt durch viel- leicht schädliche Stoffe vielleicht zerstört, nur damit man noch zwei Wochen länger im Pulverschnee die Schwünge machen kann, dann bin auch ich dagegen. 
Adrian Hasler Triesen, FBP 36 Jahre, lic. oec. HSG Malbun ist ein wichtiges Erholungsgebiet für Liechtenstein. Je nach Jahreszeit ist die Nutzung unterschiedlich. Wir müssen darauf achten, dass unser Alpenraum in seiner Schönheit erhalten bleibt. Ich bin der Ansicht, dass es nicht Aufgabe des Staates ist, Beschneiungsanlagen im Malbun finanziell zu unterstützen. Christel Hilti-Kaufmann Schaan, Freie Liste, 54 Jahre Kauffrau/Projektmanagerin Erstens: Ich bin keine Befürworterin von Beschneiungsanla- gen im Malbun, auch aus den in der Nationalfonds-Studie genannten Gründen, und weil Schnee ein Natur- ereignis sein sollte und nicht eine weisse Masse aus der Düse. Zweitens: Aber wenn schon Beschneiungsanla- gen, dann finanziert und unterhalten durch die Liftbetreiber-Aktiengesell- schaften. Die wachsenden Anforde- rungen an den Staat könnten groteske Dimensionen annehmen: Fussballer spielen lieber auf trockenem Rasen, sie bräuchten überdachte Fussball- felder, und ich — bitteschön — möchte Sonnenschein bei meinen Sonntags- wanderungen!
        

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