Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2001
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_39/16/
Ingrid Hassler, VU Eschen, 53 Jahre, Beruf: Mix zwischen Finanzbera- tung, Politik und Familie Das im Fortschreiten begriffene Projekt einer Entlastungstrasse von Schaan- wald durch das Unterländer Riet löst weder das Verkehrsproblem landesweit noch langfristig. Sie entlastet aber unter der Bedingung des entsprechen- den Rückbaus der bestehenden Stras- sen Dörfer im Unterland, was wichtig ist. Was mir bei einer Verwirklichung dieses Projektes auf dem Magen liegt, ist, dass der Landschaftsteil zwischen der jetzigen Essanestrasse und der im Riet liegenden neuen Strasse in viel- leicht 20 Jahren zur bebaubaren Zone avanciert und dass das Riet von Nor- den und Süden mit Zubringerstrassen zu erschliessen ist; die Tankstellen an den jetzigen Strassen werden vielleicht an die Durchfahrtsstrasse verlagert usw. Das sind Befürchtungen, die lang- fristig negativ wären. Ich erwarte von Befürwortern und Skeptikern noch eine ernsthafte und sachliche Informa- tion und Diskussion. Christel Hilti-Kaufmann Schaan, Freie Liste, 54 Jahre Kauffrau/Projektmanagerin Zusätzliche Strassen können Verkehrsprobleme — wenn überhaupt — nur kurzfristig lösen. Längerfristig erzeugen sie mehr Ver- kehr und die Spirale dreht sich munter weiter. Die Lösung des Verkehrspro- blems wird aber noch viel politischen Willen und Kreativität abverlangen. Wir alle wollen bekanntlich "mobil" sein aber keinen störenden Verkehr vor der eigenen Haustüre haben. Anstatt Millionen von Franken in Strassenbau- projekte zu investieren, sehe ich durchaus Möglichkeiten, mit diesem Geld nach brauchbaren Alternativ- an  lösungen zu suchen und diese umzu- 
3  setzen. 
Ingrid Kaufmann-Sele Schaan, Freie Liste 43 Jahre Lehrerin und Coach Umfahrungsstrassen lösen keine Verkehrsprobleme, sondern schaffen neue! So wie ich mich in Schaan erfolgreich gegen die Planung einer Umfahrung engagiert habe, setze ich mich auch gegen eine Umfahrungs- strasse im Liechentsteiner Unterland   zur Wehr. Denn damit werden falsche Zeichen gesetzt — in einer Region, in der eine wichtige Nord-Süd-Strassenverbindung auf eine wichtige Ost-West-Verbindung stösst, — in einer Zeit, in der die Strassenlobby fieberhaft nach einem Zusammen- schluss dieser beiden Verkehrsverbindungen strebt. Und der hausgemachte Strassen- verkehr wird durch eine Unterländer Umfahrungsstrasse sicher nicht reduziert. Johannes Kaiser Mauren, FBP, 42 Jahre Vorsteher der Gemeinde Mauren Das Rheintal hat sich zu einem Ver- kehrsknotenpunkt mit internationaler Bedeutung entwickelt. Da im Nord- Süd und Ost-West-Verkehr europäi- sche Einflüsse einwirken, muss diese Verkehrsproblematik im Dreiländereck Schweiz, Österreich und Liechtenstein gemeinsam angegangen werden. Das Rheintal könnte sich als Vorzeige- beispiel mit zukunftsorientierten Lösungsvarianten, die den ökonomi- schen und ökologischen Erfordernissen entsprechen, zu einer Modellregion entwickeln, Voraussetzung: länder- übergreifend! 
Bettina Kaiser Balzers, FBP, 33 Jahre lic. iur. Rechtsanwältin und Treuhänderin Es ist absehbar, dass das Verkehrsauf-   kommen in naher Zukunft zunehmen   wird. Um die Belastung des Verkehr Grenzen zu halten sind Massnahme nötig. Diese Massnahmen müssen 1. die Bewohner/innen Liechtensteins tragbar sein. Bei einer Verkehrspla- nung ist vor allem zu berücksichtig( dass wir aufgrund unserer Kleinheit die eine Knappheit des Bodens mit bringt nicht unbeschränkt Möglich- keiten haben, Strassen zu bauen. Bei der zukünftigen raumplanerisch Gestaltung ist auf diese Problematil Bedacht zu nehmen. Weiters müsse auch die Entwicklungsperspektiven mit berücksichtigt werden, seien es Projekte im Wohnungsbau, im Bereich   Industrie, im Bereich Landwirtschaf oder anderes. Es ist iim Interesse aller( Bewohner, ein langfristiges Projekt anzustreben. Ein starker Ausbau un 
srer Strassen kann wiederum ein Me ufkommen an Verkehr, insbesondere   des Transitverkehrs bedeuten. Diese   Tatsache muss berücksichtigt werd( Als einer der wichtigen Punkte ist in dem Verkehrskonzept auch der öffentliche Verkehr mit einzubeziehen   Es sind Überlegungen anzustellen, wie der öffentliche Verkehr für die Bevölkerung attraktiver gemacht werden kann.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.