Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
38
Erscheinungsjahr:
1998
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_38/6/
Die unterschiedlichsten Anforderungen und Bedürfnisse wirken auf den Raum. Wohnen, Arbeiten, sich Erholen, Sport betreiben, sich Bewegen, Aus- und Weiterbilden sind einige Tätigkeiten, die den freien Raum zunehmend beanspruchen. Diese Beanspruchungen stehen oft im Gegensatz zu anderen Ansprüchen wie Landwirtschaft, Grundwasser- und Natur- schutz, Luftreinhaltung oder allgemein die Erhaltung von Raumqualitäten. Die Auflistung gegensätzlicher Raumbeanspruchung und Interessen lässt sich beliebig fortsetzen. Ein Miteinander in einem begrenzten Raum bedarf der Koordination und der Abwägung öffentlicher und privater Interessen, einem Ausgleich. Der Weg zu einer Ordnung im Raum führt über die Raumplanung. Raumplanung ist die verant- wortungsvolle Aufgabe der Politik, um für die Bedürfnisse der Menschen günstige und koordi- nierte Rahmenbedingungen zu schaffen, die Natur- und Landschaftswerte zu sichern und auch langfristig späteren Generationen den grösstmöglichen Entwicklungsspielraum zu erhalten. Raumplanung ist ihrem Wesen entsprechend eine koordinierende Aufgabe. Basis bildet die Festlegung und Diskussion eines Leitbildes, indem Entwicklungschancen, Pflege und Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, Ausgleich der unterschiedlichen Nutzungs- ansprüche und anderes mehr übereingebracht werden. 
Raumplanung betrifft drei Stufen: • die Nutzungsplanung oder Ortsplanung der Gemeinden, • die Richtplanung des Landes und die • regionale raumplanerische Einbindung. Für eine erfolgreiche und zukunftsfähige Raumplanung ist es unabdingbar, dass Planungs- ziele und Planungsgrundsätze politisch und gesellschaftlich diskutiert werden. Wir nehmen politische Verantwortung wahr, wenn wir das Gemeinwesen klug und weitsichtig entwickeln, indem wir Raumplanung betreiben. Es geht darum, die bestmöglichen Vorausset- zungen für eine ausgewogene Entwicklung jetzt und in der Zukunft zu gewährleisten. Dies unter Einbezug aller unterschiedlichsten Ansprüche wie: Kultur- und Naturwerte, Qualitätsanspruch wohnlich gestalteter Siedlungen, sinnvolle Nut- zungsdurchmischung, gute öffentliche Erschlies- sung, umweltschonende Ver- und Entsorgung, kostensparende Infrastrukturen usw. Raumpla- nung sorgt dafür, dass künftigen Generationen nicht nur ein möglichst grosser räumlicher Frei- raum übergeben wird, sondern, dass die finan- ziellen Hypotheken unserer Gesellschaft auch künftig tragbar bleiben. Der Raum ist gleich dem Lebensraum des Menschen. Er lässt sich beschreiben durch seine Elemente: Landschaft (Siedlungs- und Nichtsiedlungsgebiet), Wirtschaft, Kultur, Staatsgebiet, politisch-administrative Organisation usw.' Was ist Raumplanung? Praktisch alle menschlichen Tätigkeiten haben direkte oder indirekte Auswirkungen auf den Lebensraum aller.
        

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