Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
38
Erscheinungsjahr:
1998
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_38/16/
Wozu hat die Regierung den Entwurf eines Raumplanungsgesetzes vorgelegt? Liechtenstein soll sich weiterhin als lebenswer- tes und liebenswertes Land präsentieren, daher müssen wir für eine geordnete Planung und Überbauung dieses Landes Sorge tragen. Dies können wir nur erreichen, wenn die entspre- chenden gesetzlichen Grundlagen und damit auch die entsprechenden Vorgaben geschaffen werden. In diesem Sinne betreiben wir mit der Gesetzesvorlage im besten Sinne Heimatschutz und Umweltschutz. Reichen die heute vorliegenden gesetzlichen Grundlagen nicht aus? Nein. Wir müssen leider feststellen, dass in den letzten Jahren die Zersiedelung des Lebens- raumes immer stärker vorwärtsgegangen ist. Gerade in den letzten Monaten sind wieder erhebliche Gemeindegebiete als Bauzone einzoniert worden; dies obwohl nachgewiese- nermassen heute schon Bauzonenreserven im Ausmass von über 200 % vorhanden sind. Wir könnten auf den heutigen Bauzonen deut- lich mehr als 100'000 Menschen unterbringen - dies, wenn man davon ausgeht, dass Einfamilien- häuser gebaut würden! Die Menschen haben früher sehr viel stärker auf den Boden achten müssen als wir. Der Boden hat als Produktions- grundlage gedient. Weiters war früher auch 
wenig Geld vorhanden. Das hat dazu geführt, dass die Menschen automatisch versucht haben, möglichst wenig Strassen zu bauen und damit möglichst wenig Geld ausgeben zu müssen. Heute ist dies anders. Bezeichnenderweise gefällt den Menschen heutzutage die alte Bau- weise in der Regel viel besser als die heutige Streusiedlung. Nach welchen Kriterien sollen sich in Zukunft die Gemeinden ausrichten, wenn sie ihre Zonen ent- sprechend planen? Es soll das Allgemeininteresse in den Vorder- grund gestellt werden. Dies bedeutet, dass man eine Zonierung vorsehen sollte, die dem Gesamtinteresse und den zukünftigen Interes- sen unserer Nachkommen gerecht wird. Das bedeutet, dass man Grünzonen, Landwirt- schaftszonen 
  und Erholungszonen ausscheiden muss. Dies heisst aber auch, dass man ausrei- chend Bauzonen und damit verbunden Wirt- schaftszonen vorsehen muss, um für die aktuelle Bevölkerungszahl und für einige Jahre hinaus Die wichtigsten Aspekte des geplanten neuen Raumplanungsgesetzes (RPG) Interview mit Regierungschef Mario Frick
        

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