Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
37
Erscheinungsjahr:
1997
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_37/21/
Deklarationspflicht Nach Auffassung der 
Hilcona ist es nicht Aufgabe der Firmen, die keine gentechnisch verän- derten Zutaten verwenden, dies zu deklarieren. Es sollen diejenigen Produkte gekenn- zeichnet werden, die gentech- nisch veränderte Organismen enthalten. Sie ist aber dennoch bereit, die Negativdeklaration aufzunehmen, wenn ihre Handelspartner darauf beste- hen, allerdings nicht als Infor- mationen auf den Etiketten der Produkte, sondern lediglich durch Information der Handels- partner. 
Die Hilcona und die Gentechnologie Die 
Hilcona erstellt rund 500 Produktionsartikel (Konserven, Tiefkühlprodukte, Kühlfrisch- produkte), die rund 2000 Handelsartikel reprä- sentieren. Nur ein geringes Spektrum davon wird unter dem Namen Hilcona verkauft. Die Hilcona möchte in Zukunft ohne gentech- nisch veränderte Zutaten auskommen. Diesen Entscheid hat sie schriftlich festgehalten. Standpunkte der Hilcona "Die 
Hilcona vermeidet wo immer möglich den Einsatz von gentechnisch veränderten Roh- stoffen, Zutaten, Zusatz- und Verarbeitungs- hilfsstoffen." Zudem bekennt sie sich "zu einem offenen Dialog und zur Transparenz gegenüber Abneh- mern und Konsumenten" und sie "verpflichtet sich zu einer offenen Information bei nicht de- klarationspflichtigen Bestandteilen (DNA Nach- weis negativ) gegenüber den Handelspartnern." Was wir aus dem persönlichen Gespräch erfuhren Aus dem Gespräch erhalten wir den Eindruck, dass alles viel komplizierter ist, als diese 3 Stand- punkte aussagen. Aus dem Gespräch entnehmen wir, dass die gesetzlich notwendigen Deklarationen gemacht werden. Enthalten die Rohstoffe gentechnisch veränderte DNA, so schliesst sie diese Rohstoffe aus. Wenn Alternativen existieren, so werden keine transgenen Rohstoffe verwendet. Der obige Entscheid gilt für 1 Jahr. Sojabestandteile wurden aus den Hilcona- produkten gestrichen Die Hilcona arbeitet mit Mais, Stärke oder auch Glucosesirup. Diese Hilfsstoffe werden von gentechnischen Veränderungen betroffen sein. Sämtliche Sojabestandteile für alle Hilcona- Produkte wurden bereits aus der Produktion genommen. Diese wurden durch Weizengranu- lat ersetzt. Das Problem im Bereich der Stärke ist bis anhin noch nicht gelöst. Die 
Hilcona ver- 
wendet teilweise IP-Produkte aus eigenem Ver- tragsanbau und versucht sich so weit wie mög- lich mit diesen Produkten einzudecken. Sie hat selber eine "Biolizenz" und bedient ihre Kunden mit einigen Bioprodukten (separates Segment). Kontrolle sichert die Glaubwürdigkeit Anfang dieses Jahres schrieb die Hilcona alle ihre 300 Lieferanten an, um Auskunft darüber zu erhalten, ob diese mit gentechnisch verän- derten Organismen arbeiten. Sie verlangte eine Bestätigung in Form eines Lieferantenzertifika- tes. Nur diejenigen, die der Hilcona zusagten ohne solche Organismen zu arbeiten, werden weiterhin berücksichtigt. Gibt es bei einem Lieferanten eine Änderung, so hat dieser diese zwei Monate im voraus mitzuteilen, damit ein anderer Partner gefunden werden kann. Bestehe   Unsicherheiten, so werden Analysen der jewei- ligen Produkte veranlasst. Bei der eigenen Pro- duktion (Erbsen, Spinat, Bohnen) wird kein gen- technisch verändertes Saatgut verwendet. Interne Datenbank Zur Selbstkontrolle wurde eine interne, elek- tronische Datenbank über sämtliche Rohstoffe erstellt. Damit kann sofort festgestellt werden, in welchen Produkten, Handelsartikeln und Handelsketten die Rohstoffe vorkommen. Ein Team, das sich alle 14 
Tage trifft, aktualisiert diese dauernd und informiert die Kunden. Alternativmärkte In Liechtenstein allein wird sich kein Alternative 
  markt bilden können, da das Land viel zu klein ist und viel zu viele Verbindungen zur Schweiz und zu EU-Ländern bestehen. Für einen Alternativmarkt muss im Minimum die Schweiz betrachtet werden. Es werden sich in Zukunft wahrscheinlich drei Märkte mit unterschied- lichen Preissegmenten bilden: • Ein konventioneller Markt   • Ein Markt mit transgenen Lebensmitteln • 
Ein Markt für biologische Produkte
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.