Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
33
Erscheinungsjahr:
1994
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_33/18/
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18 LIECHTENSTEINISCHE GESELLSCHAFT FÜR UMWELTSCHUTZ Schulwegsicherung Eine Arbeitsgruppe Schulwegsi- cherung und die Elternvereinigung Triesen haben Herrn Markus Hartmann vom Büro für Raumpla- nung und Umweltberatung den Auftrag für die Ausarbeitung einer Schulwegsicherung erteilt. Die Ar- beit will mit Vorschlägen zu Dis- kussionen anregen und - ganz kon- kret - zu Problemlösungen führen. Mit Ideen und Skizzen soll ein Handeln zugunsten sicherer Schul- wege veranlasst werden. Anlässlich dieser Studie führte die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz ein Interview mit Markus Hartmann. • Wie gingen Sie das Projekt Schul- wegsicherung an? Ich habe vor allem die Kinder auf ihren Wegen beobachtet, und ich bin die Wege mit dem Velo abge- fahren und zu Fuss abgelaufen. Da der Auftrag von privater Seite er- folgte, wurde vorläufig auf Schü- lerumfragen verzichtet. Wenn das Projekt von der Gemeinde weiter- verfolgt wird, sollten die Resultate jedoch mit stichprobenartigen Umfragen überprüft werden, denn Kinder beurteilen eine Situation ganz anders als wir Erwachsenen. • 
Wie ist die Lage in Triesen ver- glichen mit anderen Dörfern, mit denen sie sich schon beschäftigt ha- ben? Auffallend im Vergleich zu ande- ren Gemeinden sind die langen Distanzen. Es wird deshalb auch ein Standort für einen zusätzlichen Kindergarten vorgeschlagen, Der neue Kindergarten ist sozusagen der Preis für die Zersiedelung. 
Die Erlebnis- qualität der Schulwege ist im allgemeinen hoch. Die Probleme liegen vielmehr bei den Distanzen und der Sicherheit. Verunfallte Fussgänger: Kinder zwischen 5 und 9 Jahren sind als Fussgänger im Strassenverkehr besonders gefährdet (Quelle: Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung). Die Erlebnisqualität der Wege ist relativ hoch. Das ist ein grosser Vorteil, denn aus Befragungen von Kindern in anderen Gemeinden geht hervor, dass diese eine enorm wichtige Rolle spielt. Gerade weil die Erlebnisqualität hoch ist, ist es bedauerlich, dass relativ viele Kin- der mit dem Auto in die Schule 
gefahren werden. Für Kinder ist der Schulweg auch Erfahren und Begreifen der Umwelt. Kinder sollten wenn möglich selbständig in die Schule gehen können, Bezüglich der Sicherheit der Schulwege ist die Situation in Triesen nicht auffallend besser
        

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