Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
33
Erscheinungsjahr:
1994
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_33/16/
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16 LIECHTENSTEINISCHE GESELLSCHAFT FÜR UMWELTSCHUTZ 4 Fortsetzung von Seite 15 Eine Firma kostet ein Parkplatz ohne weiteres zwischen 2000 und 4000 Franken im Jahr, pro Parkplatz müssten somit min- destens 200 Franken monatlich berechnet werden. Folgerichtig erhebt die Zuger Kantonalbank in ihrem neuen Parkhaus Mo- natsgebühren von 320 Franken, • Materielle Anreize: Es gibt einige praktische Bei- spiele, Angestellte zu motivie- ren auf den öffentlichen Ver- kehr umzusteigen. Ein Beispiel wäre eine Prämie für alle Ange- stellten, die darauf verzichten, mit dem Auto zur Arbeit zu ge- langen. Solche Programme können vom Staat unterstützt werden und auch für Staatsbe- amte eingeführt werden, Eine weitere Möglichkeit wäre die Abschaffung der steuer- lichen Absetzbarkeit von Auto- fahrten zum Arbeitsplatz, • Verbote: Dies sind Verpflichtungen für Angestellte, ihren Arbeitsplatz r  - - - - - - - - -1 Brauchen Sie mehr Infos? Zum Thema Parkplatzbe- wirtschaftung haben wir eine Dokumentation mit funktio- nierenden Beispielen zusam- mengestellt. Zu beziehen bei: LGU, Heiligkreuz 52, Vaduz, Tel. 232 52 62 Zum Thema Neuverkehr in- folge Ausbau und Verände- rung des Verkehrssystems: ETH-Dissertation von Eugen Meier, Nr.8842, Zürich 1989, 30 Franken 
ohne Verwendung eines priva- ten Motorfahrzeuges aufzusu- chen. Ausgenommen werden können Schichtarbeiter, Ange- stellte mit schlechter Gesund- heit oder mit Wohnungen mit schlecht erschlossenen An- fahrtswegen, Dieses System wurde für die Beamten der Stadt Bern eingeführt. • Parkplatzbeschränkungen: Diese können vom Staat ver- ordnet oder von Privaten frei- willig eingeführt werden. In der Praxis werden diese Massnahmen meistens mitein- ander kombiniert. Die erfolgs- versprechendsten Umsteige- konzepte enthalten verschie- dene Massnahmen. Solche er- fordern oft eine Zusammenar- beit von Staat und Wirtschaft. Ein Beispiel für eine solche Zusammenarbeit ist die Ein- führung von blauen Zonen re- spektive Parkverbotszonen rund um Betriebe, die das Parkieren auf dem eigenen Werksgelände erschweren, ge- bührenpflichtig machen oder ganz verbieten. Parallel dazu kann beispielsweise das Ange- bot des öffentlichen Verkehrs verbessert werden, Solche Umsteigekonzepte kön- nen auch vom Staat, z.B, durch parkplatzbeschränkende Mass- nahmen, initiiert werden. So hat die Stadt Basel rund um das Werk Rosental der Ciba- Geigy Parkuhren montiert. Somit gingen 2000-3000 Park- plätze verloren. Dieser Um- stand liess die Ciba-Geigy über die Bücher gehen und ein neues Parkplatzkonzept erar- beiten, welches alle oben auf- geführten Aspekte enthält. •
        

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