Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
32
Erscheinungsjahr:
1993
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_32/2/
Bei der Vorberei- tung dieses Umwelt- berichtes kam mir die Idee, ein Tages- Journal über meine persönliche Abfall- produktion zu füh- ren. Ich ging dabei von der Erfah- rung aus, dass ein erster Schritt für eine Änderung darin besteht, dass man genauere Kenntnisse über das hat, was man verändern möchte. Es ging mir also nicht darum, mög- lichst wenig Abfall zu produzieren - das wäre ja bereits eine Verände- rung gewesen - sondern einfach zu wissen, was denn da so alles an einem Tag an Abfall anfällt Ich halte wenig von erhobenen Zei- gefingern, die den andern kundtun, was richtig und was falsch ist. Hin- gegen halte ich etwas vom Nach- denken über eigene Verhaltens- weisen. Wir alle produzieren mehr oder weniger Abfall: Küchenabfälle, Papier, Glas, Sondermüll etc. Wir alle haben Vorlieben, die wir nicht ohne weiteres aufgeben möchten. Wir alle haben Wissen im Kopf und Sehnsüchte, die dem Wissen zum Teil widersprechen. Innere Brüche also, die uns nicht so einfach umset- zen lassen, was uns die Vernunft eigentlich längst gebieten würde. Der vorliegende Bericht enthält eine Menge Informationen, die uns ein verantwortungsbewusstes, um- 
weltschonendes Ab- fallverhalten ermög- licht. Die eigenen Brüche kann jede(r) selber suchen: dem einen ist das Abfall- Sortieren lästig, da- für benutzt er die öffentlichen Ver- kehrsmittel; eine andere trennt zwar alle Materialien, hat aber kei- ne Lust, beim Einkaufen auf Ver- packungen zu achten. Wer wirft den ersten Stein? Kürzlich bin ich auf eine Werbung für einen Müllboy gestossen. Hier wird das Sparen von Abfallsack- gebühren propagiert, aber nicht etwa durch weniger Produzieren von Abfall oder durch Recy- clieren, sondern einfach durch Zu- sammenpressen von dem ganzen Dreck! Das sind oft diese techni- schen Lösungen, die so willkom- men und bestechend sind, weil sie keine Veränderung des eigenen Verhaltens erfordern. Aber die Rechnung geht langfristig nicht auf. Ich möchte an dieser Stelle Land und Gemeinden danken, die im Rahmen der Abfallkampagne den vorliegenden Umweltbericht fi- nanziert haben. Barbara Rheinberger   Präsidentin der LGU
        

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