Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
32
Erscheinungsjahr:
1993
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_32/14/
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14 Kompost ist das Produkt der Verrottung organischer Abfälle unter Sauerstoffzufuhr. Je nach Stadium der Verrottung sprechen wir von jungem Kompost, älterem Kompost oder Komposterde, welches das Endprodukt des Verrottevorgangs ist. Wozu Kompost? Durch seinen Reichtum an Humussubstanzen ist der Kom- post der wichtigste und zugleich billigste Bodenverbesserer im Garten. Mit Kompostgaben aktivieren wir die unentbehrli- chen Bodenlebewesen, wir ver- bessern die Bodenstruktur und die Fruchbarkeit der Erde. Was kann kompostiert werden? Grasschnitt, Laub, Baum- und Heckenschnitt, Schnittreste von Blumen undZierpflanzen, Gemüseabfälle, Küchenabfälle (inklusive Kaffeesatz und Tee- kraut), Stroh, Kleintiermist, roher Karton, Federn, „Jätt" und vieles mehr kann kompostiert werden. Wo legt man den Kompost am besten an? Der Kompostplatz sollte an einer windgeschützten, halbschattigen Stelle eingerichtet sein. Achten Sie darauf, dass der Platz gut 
zugänglich ist. Der Komposthau- fen muss auf wasserdurchlässigem Naturboden errichtet werden. Auf diese Weise können Kom- postwürmer und andere nützliche Tiere den Weg in den Haufen hinein finden. Wie setzt man den Kompost auf? Die Grundfläche ihres Kompost- haufens sollte (bei beliebiger Länge) nicht breiter als 2 m sein. 
Wir errichten über dieser Grund- fläche einen länglichen Haufen mit trapezförmigem oder dreiek- kigem Querschnitt. Höhe: nicht über 1,5 m. Ein Kompostgitter kann sehr hilfreich sein. Bedecken Sie die Grundfläche Ihres künftigen Komposthaufens zuerst mit einer 5 - 10 cm dicken Schicht aus grobem Material (z.B. Baum- oder Heckenschnitt). Liechtensteinische Gärtnereien empfehlen Torfersatzprodukte Die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz hat eine Umfrage bei den Gärtnereien Liechtensteins über Torf-und Torf- ersatzprodukte durchgeführt. Nach Auskunft der Gärtner gibt es nur sehr wenige Fälle, in denen Torf gebraucht wird, namentlich in Moorbeeten. Wer auf Moorbeete verzichtet, braucht überhaupt keine Torfprodukte mehr. Trotzdem, so berichten die Gärtnereien, verlangt die Kundschaft immer wieder Torf - entgegen den Emp- fehlungen der Fachleute. Jeder Ballen Torf hat nicht nur einen energieintensiven Transport- weg hinter sich, sondern lässt die gefährdeten Hochmoore in den Abbaugebieten schwinden. Hochmoore brauchen Jahrhunderte, bis sie sich entwickelt haben. Es liegt an den Konsumentinnen und Konsumenten, auf Torf zu verzichten und die ebenbürtigen oder sogar besseren Alternativ- produkte zu wählen. Der eigene Kompost ist übrigens ein solcher Bodenverbesserer, der die Vorzüge des Torfs übersteigt, weil er bodenlockernd und gleichzeitig nährstoffzuführend wirkt.
        

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