Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
30
Erscheinungsjahr:
1992
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_30/6/
Umweltverträglichkeits- prüfung für Subventionen In der Schweiz muss bei grösseren Bau- vorhaben eine Umweltverträglichkeits- prüfung (UVP) erfolgen. In Liechten- stein besteht diesbezüglich noch eine Gesetzeslücke. Es wäre an der Zeit, ein Gesetz über die UVP zu verabschieden, liess Rechtsanwalt Dr. Peter Goop, Prä- sident der Liechtensteinischen Gesell- schaft für Umweltschutz, in einem Vor- trag am Naturschutz-Symposium vom 18./19. Oktober 1991 verlauten. Eine UVP sollte allerdings seiner Meinung nach nicht nur für Bauvorhaben, son- dern auch für Gesetze, insbesondere Subventionen, gelten. Zu gross ist sonst die Gefahr, dass durch Prämien Anrei- ze in die falsche Richtung gegeben wer- den, wie dies in der bisherigen Land- wirtschaftspolitik der Fall war. Die Überprüfung der Umweltverträglich- keit von Gesetzen wäre nicht nur für den landwirtschaftlichen Bereich, son- dern für viele andere Bereiche äusserst ratsam. Die Ergebnisse wären sicher er- staunlich. 
Seite 6 Liecht. Umweltbericht, November 1992 Silomais Beiträge für Silomais werden nur noch an Tierhalter und nur für den Eigenbedarf bis zu einer Fläche von 15 Aren pro Grossvieh- einheit ausbezahlt. Bemerkenswert ist aus- serdem, dass die Silomaisprämien gegenüber den heutigen Subventionssätzen zurückge- hen, während andere Kulturen im Gegensatz dazu stärker finanziell gefördert werden. 
Ökologische Ausgleichsflächen Ganz im Sinne eines vernetzenden Natur- schutzes sind im neuen Gesetz Prämien für ökologische Ausgleichsflächen vorgesehen: extensiv genutzte Acker- und Wiesenrand- streifen, Uferrandstreifen, Waldränder, Hecken und Wasserflächen. Beiträge werden ausgerichtet, wenn die Art und die Dauer der Nutzungsbestimmungen in einer Verein- barung zwischen dem landwirtschaftlichen Betrieb und der Regierung geregelt werden. 
Integrierte Produktion - Biolandbau   Wenn der Betrieb nach den Methoden der Integrierten Produktion wirtschaftet, werden die Beiträge um einen Viertel erhöht. Für biologische Landbaubetriebe werden die Prämien verdoppelt. Das neue Gesetz eröffnet die Chance für eine ökologische, bodenschonende Land- wirtschaft. Es liegt nun an den Landwirten, diese Chance zu nutzen. (Gesetz vom 25. März 1992 über die Ausrichtung von Beiträ- gen für die Bodenbewirtschaftung, LGB1. 1992, Nr. 53) 
 
        

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