Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
30
Erscheinungsjahr:
1992
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_30/1/
November 1992 Nr. 30 Herausgeberin: Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (LGU), Heiligkreuz 52,9490 Vaduz, Telefon 075 / 2 52 62 - Redaktion: Wilfried Marxer-Schädler Satz und Druck: Gutenberg AG, Schaan, auf Altpapier-  Erscheint 2-3mal jährlich - Versand an alle Haushaltungen Editorial Seit Jahrhunderten prägt die Landschaft unser Land. Acker- bau und Viehzucht ernähren die Bevölkerung seit Generatio- nen. Es schien eine Zeit lang, als könnte die Landschaft in ihrer traditionellen Rolle verharren, doch ist zwischenzeitlich ein Wandel erfolgt, der unsere Landschaft nachhaltig und negativ für Menschen, Tiere und Pflanzen verändert hat. Wer trägt die Schuld daran? Sicher nicht der einzelne Bauer, der nach wie vor einen gewaltigen Einsatz zu leisten bereit ist, dessen Spielraum durch Landverbrauch und Reglemen- te immer mehr verkleinert wird und dessen. Interesse an ei- ner Einkommenssicherung  gerechtfertigt ist. Die Fehlent- wicklung der Landwirtschaftspolitik ist eine Entwicklung von Jahrzehnten, die viele Ursachen aufweist. Im wesentlichen aber kann sie auf Bevölkerungswachstum und eine verfehlte Subventionspolitik, die Intensivierung und Mehrproduktion verlangen, zurückgeführt werden. Doch nicht genug, die Gentechnologie entmündigt in Zukunft den Bauern nun voll- 
ends und macht ihn zum Mitarbeiter im Aussendienst einer gewaltigen bio-chemo-technischen Industrie. Doch gibt es hierzu Alternativen? Ich bin überzeugt davon. In gemeinsamer Verantwortung zum Schutz der Menschen, Tiere, Pflanzen und der Landschaft kann nur jener Weg ziel- führend sein, der im Einklang mit der Natur steht. Eine radi- kale Umkehr tut deshalb not. So müssten jene Beträge, die heute für die Subventionierung von Giften, Maschinen und Verwertung der Überschüsse eingesetzt werden, zugunsten einer naturnahen Produktion investiert werden. Mehr Natur und gesichertes Einkommen wären die erwünschten Folgen einer Umorientierung in der Landwirtschaftspolitik. Doch es ist nicht nötig, auf diese Änderungen zu warten. Wir können sie selbst einleiten. Wir alle, Bauern und Konsumen- ten, sind aufgerufen, dazu unseren Beitrag zu leisten. Ent- nehmen Sie dazu auf den folgenden Seiten einige Hinweise und Anregungen. Dr. Peter Goop, Präsident LGU 2 Landwirtschaft gestern und heute 3 
Ist die tradi- tionelle bäuer- liche Kultur- landschaft noch zu retten? 5 Umdenken in der Landwirtschaftspolitik 7 Biologischer Landbau - Landwirtschaft der Zukunft? 
8 Öko-Bauern im Vor- marsch 10 Biolandbau bedingt konkurrenzfähig 11 Klein- und Biobauern wollen Direktzahlun- gen mit Ökokriterien 12 Bodentiere wählen Bio 13 
Wer kon- sumiert trägt Verantwor- tung 
15 Unser Jahreskonsum 16 Bio-Ernährung - ein Luxus? 17 Fragwürdige Entwick- lungen in der Land- wirtschaft 18 
Was heisst Gen- technologie? 20 Literatur
        

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