Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1990
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_28/17/
Liecht. Umweltbericht, Dezember 1990 Seite 17 Je niedriger die Raumlufttemperatur, desto empfindlicher reagiert der Körper auf Luftbe- wegungen (Zuglufterscheinungen). Die Luft- geschwindigkeit von 0.1 m/s gilt als die kriti- sche Schwelle für die Behaglichkeit. (Abbil- dungen nach L. Terhag in «Gesundes Woh- nen», Hrsg. J. Beckert u.a.) 
schlossenen Räumen so grosse Bedeutung zu. Neben dem Kohlendioxid kann die Raumluft auch andere schädliche Stoffe enthalten, wie Staubpartikelchen, Krankheitskeime und Ge- rüche. Die Art der Heizung kann einerseits 
aktiv zur Erhaltung der Raumluftqualität bei- tragen, andererseits aber auch zu deren Ver- schlechterung, z.B. durch Kontakt mit zu heissen Oberflächen oder auch durch erhöhte Luft-Umwälzungen. 
■ Strahlungsklima Wärme- und Lichtstrahlen spielen für alles Leben auf der Erde eine ausschlaggebende Rolle. Deshalb auch die grosse Bedeutung des Strahlungsklimas für die Heizung. Als unsere wichtigste Energiequelle erzeugt die Sonne ein Strahlungsklima, welches für den Menschen besonders zuträglich ist und an das er optimal angepasst ist. Im Idealfalle sollte die Wärmequalität der Heizung derjenigen der natürlichen Energieversorgung durch die Sonne möglichst nahe kommen. Je direkter die Wahrnehmung der Strahlung, desto höhe- re innere Qualität hat die Heizung. Nach der  Sonne folgt das offene Feuer, das Holzfeuer im gemauerten Grundofen, dann die Hypo- kausten-Strahlungswand. Das Strahlungsklima hat grossen Einfluss auf die Gesundheit. Insbesondere sind Ultravio- lett- und Infrarotstrahlen für die 
physiologischen  Vorgänge im Körper wichtig, da das vegetative Nervensystem empfindlich darauf reagiert. So bewirkt ein optimales Strahlungs- klima u.a. eine Reduktion der Pulsfrequenz, der Atemfrequenz und des arteriellen Blut- druckes. Der Bluthochdruck ist einer der massgebendsten Risikofaktoren für Gefäss- krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall und arterielle Durchblutungsstörungen. Des- halb gewinnen diese Zusammenhänge beson- dere Bedeutung.   Temperaturzonen Für eine dauerhafte Behaglichkeit sind nicht gleichbleibende, sondern in einem gewissen Spielraum wechselnde Umweltbedingungen nötig. Dadurch werden die Kompensations- mechanismen (Anpassung, Abwehr) des Menschen trainiert. Dies gilt für die seelisch- geistige Gesundheit ebenso wie für die kör- perliche. Wechsel, Veränderung regt an, stei- gert die Anpassungsfähigkeit und Abhärtung; Gleichförmigkeit führt zu Ermüdung oder Überreizung, lässt erlahmen, tötet ab. Die Ausbildung verschiedener Temperatur- bereiche im Haus hat nicht nur eine Steige- rung der Abwehrkräfte des Körpers zur Fol- •ge, sondern wirkt sich durch ihre Pufferfunk- tion auch auf den Energieverbrauch positiv aus. Luftqualität Auch die Atemluft beeinflusst Gesundheit und Wohlbefinden. Neben der Funktion für die Entwärmung und Entfeuchtung wird über die Atmung hauptsächlich die Sauerstoffver- sorgung des Körpers gewährleistet. Der Frischluftbedarf, wie auch der Wärme- und Feuchteaustausch hängt stark von der Aktivi- tät des Menschen ab 'und kann zwischen Schlafen und Schwerarbeit das 10-fache aus- machen. Da insbesondere ein erhöhter Koh- lendioxidgehalt der Atemluft zu Leistungs- minderung und. Kopfschmerzen führt, kommt einer ausreichenden Lufterneuerung in ge-
        

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