Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
22
Erscheinungsjahr:
1987
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_22/3/
Liechtensteiner Umweltbericht 
Bodenausstellung Seite 3 Boden - bedrohte Lebensgrundlage? Die LGU hat im Mai dieses Jahres in Zusammenarbeit mit verschiedenen liechtensteinischen Amtsstellen eine Ausstellung unter der Fragestellung «Boden — bedrohte Lebensgrundlage?» erarbeitet und gezeigt. Die Ausstellung beinhaltete einerseits eine Wanderausstellung der Bodenkundlichen Gesellschaft der Schweiz. Dieser Teil ist unter dem gleichlautenden Titel als Buch erhältlich. Andererseits wurden auf 12 Tafeln speziell die liechtensteinischen Verhältnisse geschildert. Der nachfolgende Beitrag stellt eine Zusammenfas- sung dieses Teils der Ausstellung dar. Ein Beitrag der LGU zur Europaratskampagne über den Ländlichen Raum Unser Boden ist heutzutage vielfältigen Ge- fahren ausgesetzt. Es sind Gefahren, die mit der Tätigkeit von uns Menschen verbunden sind, welche oftmals ohne Rücksichtnahme auf die Umwelt erfolgen. Die nebenstehen- den Abbildungen veranschaulichen einige Gefahren für den Boden. Schadstoffe aus der Luft Die Luftschadstoffe, die wir produzieren, ge- langen früher oder später auf den Boden, sei es in Form von Staub, Russ, Niederschlägen oder anderen Ablagerungsprozessen. Die Luftschadstoffe stammen aus dem Motorfahr- zeugverkehr, den Heizungsanlagen, der Keh- richtverbrennung, industrieller und gewerbli- cher Tätigkeit, aus Lösungsmitteln, Putzmit- teln, Pflanzenschutzmitteln, Spraydosen usw. In Liechtenstein werden beispielsweise jähr- lich rund 2 Millionen Kilo giftiges Kohlenmo- noxid allein im Strassenverkehr in die Luft gepestet. Die Stickoxidbelastung unserer Luft hat ein Ausmass erreicht, dass sie im Verlaufe von rund 10 Jahren einer landwirtschaftlichen Volldüngung entspricht. Der Schadstoffein- trag aus der Luft wirkt in allen Gebieten, ob Wald, Naturschutzgebiet, Garten, Wiese oder Feld. Waldböden grossteils geschädigt Eine Untersuchung liechtensteinischer Wald- böden hat ergeben, dass 45 % bis 65 % der untersuchten Böden starke und daher ernst- zunehmende Schäden bzw. Störungen aufwei- sen. Es handelt sich dabei wohlgemerkt um Waldstanorte, die grossteils ausserhalb unse- rer direkten Einwirkung liegen. Die Schädi- gung stammt daher vermutlich aus der Ein- wirkung der Schadstoffe in Luft und Nieder- schlägen. Wir geben hier auszugsweise einige Ergebnisse der Bodenuntersuchung bekannt: — Bezüglich der Mineralstoffversorgung wei- sen 86% 
aller untersuchten Waldstandorte  
        

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