Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
21
Erscheinungsjahr:
1987
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_21/7/
Verdichtung des Wurzelraumes Überschüttung des Wurzelraumes mit Auffüllmaterial — entspricht einer Bodenverdichtung. 
Liechtensteiner Umweltbericht 
Seite 7 Grünsterben Was braucht der Strassenbaum? — 
einen verständnisvollen Auftraggeber — 
einen geschulten Planer — den richtigen Standort — einen grossen Wurzelraum — genügend Lebensraum — einen lebendigen, mit Mikroorganis- men durchsetzten Boden — im 
Wurzelraum Luft und Wasser — Nährstoffe und Spurenelemente - eine gesunde Bodenpflege — Schutz vor Bodenverdichtungen — einen sachverständigen Paten, der ihn erzieht und pflegt — giftfreie Luft ■ Verhindern von der Verwendung von Streu- salz, oder wenn schon eine Anwendung von Auftaumitteln erforderlich ist, dann das etwas teurere, jedoch für die Vegetation unbedenk- liche CMA (Calzium-Magnesium-Azetat). ■ Pflegemassnahmen wie Erziehungsschnitt der Baumkrone. Eine Zwieselbildung in der Jugend des Baumes kann sich im Alter zu einer Unfallgefahr durch auseinanderbrechen der Krone auswirken. ■ Beseitigung von Verdichtungen durch ge- zielte Behandlung des Wurzelraumes mittels Luft- und Bodenhilfsstoffeintrag. Auswirkungen von Bodenverdichtungen — 
Wasser sickert nicht in den Wurzelraum ein — 
geringe Wasserkapazität, ungenügende Speicherfähigkeit durch fehlende Hohl- räume — 
reduzierte Nährstoffaufnahme — reduzierte Wurzelatmung — Absterben der Mikroorganismen — Anreicherung toxischer Stoffe — Verlust der Krümelstruktur — Absterben von Ästen — Gefährdung der Verkehrssicherheit — weniger Feinwurzeln — Absterben von Wurzeln — 
Tod des Baumes ■ Schützen des Baumstammes und des Wur- zelraumes bei Bauarbeiten. Einbauen eines Wurzelvorhanges, wenn Wurzeln bei Grabar- beiten angeschnitten werden. ■ Verständnis bei der Bevölkerung durch Öf- fentlichkeitsarbeit wecken. Betreuung und kostenlose Pflege des Baumes durch Baumpa- ten. Dies können Einzelpersonen, Vereine, Institutionen, Firmen oder Jugendgruppen sein. Planerische und bautechnische Massnahmen könnten sehr oft zusätzliche und indirekt sich auswirkende Hilfen darstellen: ■ Vermehrtes Offenlegen von verrohrten Fliessgewässern. Dadurch würde das Grund- wasser gespeist und unterirdische Wasserströ- me aktiviert. Überall wo dies möglich ist, wasserdurchlässige Beläge einbauen wie be- kieste Wege und Plätze; Schotterrasen eignen sich vorzüglich für extensiv befahrene Flä- chen, ebenso Grasgittersteine oder Pfläste- rungen mit Grasfugen. Also vermeiden von unnützen Versiegelungen. Empfehlenswert wäre der Einbau einer Kombination von Sik-
        

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