Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
21
Erscheinungsjahr:
1987
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_21/3/
Liechtensteiner Umweltbericht 
Hausbegrünung 
Seite 3 Pflanzen reduzieren den Schall durch Absorp- tion (Umwandlung von Schallenergie in Be- wegungs- und Wärmeenergie). Bei begrünten Dächern ist die Dicke der Substratschicht ent- scheidend. Ein begrüntes Dach mit 20 cm Substratschicht kann 100 mm Wasser speichern (durchschnitt- liche monatliche Niederschlagsmenge). Auf- grund dieses Wasserrückhaltevermögens be- wirken begrünte Dächer durch ihre Puffer- und Verzögerungswirkung eine erhebliche Entlastung der Kanalisationsnetze und Ab- wasserreinigungsanlagen. Begrünte Fassaden schaffen neue Brutplätze und zum Teil auch Nahrung für Vögel. Hausbegrüngungen sind somit ein wesent- licher Beitrag zum ökologischen Bauen. Begrünte Fassaden Ein dichter Kletterpflanzenpelz an der Fas- sade ist nicht nur ein Beitrag zur Verbesse- rung des Mikroklimas, sondern er beeinflusst ebenso das Innenraumklima positiv. Befürchtungen, dass Verputz oder Mauer- werk durch Selbstklimmer wie Efeu oder wil- der Wein zerstört werden, sind unbegründet. Die Haftwurzeln des Efeus oder die Haft- scheiben an den Ranken des wilden Weins greifen den Mörtel nicht an und dringen nicht in den Verputz ein. Eine dichte Fassenbegrü- nung verlängert die Lebensdauer von Anstri- chen, Verputz oder Mauerwerk wesentlich, indem UV-Strahlung und Schlagregen abge- halten werden. Durch die gleichtzeitige Reduktion von Tem- peratur- und Feuchtigkeitsschwankungen an der Fassadenoberfläche wird die Neigung zu Rissbildungen minimiert. Die in Pflanzenfassaden angeblich vermehrt auftretenden Insekten stellen keine Gefahr für den Menschen dar. Die Begrünungen schaffen zusätzliche Nist- und Brutplätze für Vögel, denen diese Insekten als Nahrung dienen. Für Fassadenbegrünungen eignen sich haupt- sächlich Kletter- und Schlingpflanzen. Diese anspruchslosen Gewächse kommen in der Re- gel mit einer minimalen Humusschicht aus. Je nach Pflanzenart können sie 11/2-15 
m hoch werden. Ohne Kletterhilfen wachsen selbstklimmende Kletterpflanzen, zu denen das Efeu, die klein- blätterige wilde Rebe und die Kletterhorten- 
sie gehören. Damit können in wenigen Jahren ganze Hausfassaden eingegrünt werden. Fast alle anderen Schling- und Kletterpflanzen be- nötigen Spaliere oder andere geeignete Klet- terhilfen.
        

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