Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
21
Erscheinungsjahr:
1987
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_21/14/
Seite 14 Besprechungen 
April 1987 Bücher und Zeitschriften Verkehr & Umwelt Unter dem Titel «Verkehr & Umwelt« wird seit Beginn dieses Jahres eine vierteljährlich er- scheinende Zeitschrift herausgegeben, die nach Meinung der Verantwortlichen mehrere Lücken schliessen soll, nämlich Wissens-, Denk- und Verständnislücken. Das erste Heft berichtet über Tempo-30-Ver- suche, die Umweltverträglichkeitsprüfung, über Strassenbauprogramme, das Bahn- 2000-Projekt, das Velo und Solarmobile und bietet viele weitere Informationen sowie Ge- spräche mit Experten. «Verkehr & Umwelt» empfiehlt sich für alle;  die sich als interessier- te Laien tiefer in die Verkehrsproblematik ein- lesen und auf dem neuesten Stand bleiben wollen. Die Zeitschrift enthält viele wertvolle Hinweise und Anregungen und liefert Argu- mente für eine umweltgerecht Verkehrspo- litik. Die Einzelausgabe kostet 12 Franken. Im Jahresabonnement ist «Verkehr & Umwelt» für 44 Franken erhältlich, zu beziehen bei: Verkehr & Umwelt, Spitalgasse 5, CH-8001 Zürich (Tel. 01 / 69 06 69) Solarmobile im Alltag Wer sich genauer über Solarmobile informie- ren will, sollte sich die Tagungsunterlagen zur Tour-de-Sol-Tagung vom Januar 1987 besor- gen. Der Band führt in die Sicherheitsaspekte und die Zulassungsbedingungen ein, stellt Konzepte für Rennsolarmobile und Kompo- nenten für Solarmobile vor, enthält Beiträge über die Marktchancen von Solarmobilen und Konzepte von Seriensolarmobilen, zeigt Solarmobile für den Eigenbau auf und infor- miert über Verlauf und Reglement der Tour de Sol 1987, die am 3. Juli 1987 von Rankweil in Vorarlberg nach Chur führen wird und dabei Liechtenstein durchquert. Der Band (259 Seiten) ist für 35 Franken bei der SSES-Tour de Sol, Pf. 73, 3000 Bern 9 (Tel.031/23 15 57) erhältlich. «Ökologische Planung» im Grenzraum Lebensraum des Menschen und physische Umwelt sind Teil des Ökosystems. Nicht im- mer hat sich die Raumplanung in ausreichen- dem Masse einer ihrer ursächlichen Aufga- ben, der langfristigen Erhaltung der natür- lichen 
Lebensgrundlagen, gestellt. «Ökologisch orientierte Raumplanung» erfor- dert ganzheitliches, fach- und grenzüber- schreitendes Denken. Die Raumplanung muss den inneren Gehalt des Umweltschut- zes aufnehmen, planerisch verarbeiten und zukunftsorientiert umsetzen. Am «Modellfall» des Gebietes am Alpenrhein — in einem über die Staatsgrenzen hinausrei- chenden Natur- und Kulturraum — wird die Notwendigkeit eines an gemeinsamen Zielen orientierten Handelns sichtbar. Raumpla- nung im Dienste ökologischer Werte: Analy- sen und Berichte aus den Schweizer Kanto- nen Graubünden und St.Gallen, aus dem Fürstentum Liechtenstein und aus dem österreichischen Bundesland Vorarlberg er- möglichen einen Quervergleich. Wissenschaftler und Praktiker präsentieren und bewerten Beispiele landschaftsökologi- 
scher Fachbeiträge und naturkundlicher Be- standesaufnahmen im Dienste der Raumpla- nung. Planer prüfen die länderspezifischen Strategien und Konzepte sowie konkrete Pla- nungen für einen vorsorglichen Flächen- und Biotopschutz aus einer grenzübergreifenden Sicht. Raumplanung muss sich ständig neu an ak- tuellen Zeitfragen thematisieren. Der Erfah- rungsaustausch zwischen den Raumpla- nungsinstituten an der ETH Zürich und an der Universität für Bodenkultur Wien schliesst den Dialog zwischen Wissenschaft und Pra- xis ein. Mitarbeiter der Raumplanungsämter, Raumplanuns- und Umweltschutzorganisa- tionen, Naturwissenschaftler, Planer und Ju- risten beiderseits des Alpenrheins und aus dem Bodenseeraum haben zu diesem Dialog über Ansätze einer «ökologischen Planung im Grenzraum» beigetragen. In dieser Schrift werden die Ergebnisse einer Seminartagung dokumentiert, die das Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung an der ETH Zürich und das Institut für Raumpla- nung und Agrarische Operationen an der Universität für Bodenkultur Wien unter Mit- wirkung der Bündner Vereinigung für Raum- planung, der Liechtensteinischen Gesell- schaft für Umweltschutz, der Raumpla- nungsstelle beim Amt der Vorarlberger Lan- desregierung und der Geographischen Kom- mission der Schweizerischen Naturforschen- den Gesellschaft durchgeführt haben. Zu beziehen bei: ORL-Institut ETHZ Prof. Dr. M. Lendl CH-8093 Zürich Schadstoffe im Trinkwasser Dass unser Trinkwasser oft zu viel Nitrate enthält, ist schon seit längerem bekannt. Dass nun aber auch an vielen Orten in der ganzen Schweiz — von Münchenstein bis Chiasso — Atrazin und andere Schadstoffe im Grundwasser vorkommen, erfuhr eine er- staunte Öffentlichkeit erst im Laufe dieses Winters. Was da — zumeist mit trockenem Zahlenmaterial und dürftigen Kommentaren — bekanntgegeben wurde, ist eigentlich eine Zeitbombe: So weit sind wir nun also, dass solche Stoffe, angeblich zu unserem Nutzen produziert und angewendet, bereits in unse- rer wichtigsten Lebensgrundlage auftauchen! Angesichts dieser Sachlage ist eine Beunru- higung in weiten Teilen der Bevölkerung seh- zin und andere Schadstoffe im Grundwasser vorkommen, erfuhr eine erstaunte Öffentlich- keit erst im Laufe dieses Winters. Was da — zumeist mit trockenem Zahlenmaterial und dürftigen Kommentaren — bekanntgegeben wurde, ist eigentlich eine Zeitbombe: trate, Chlorierte Kohlenwasserstoffe und Atrazin gut verständlich beschreibt und den aktuel- len Wissensstand bezüglich ihrer Schädlich- keit festhält. Die Autoren der verschiedenen Artikel — u. a. Mitarbeiter der Informations- stelle Umweltchemie — bürgen für seriöse Information. Der Report «Schadstoffe im Trinkwasser» (Aprilnummer Schweizer Naturschutz) kann gegen Einsendung von Fr. 2.50 in Briefmar- ken bezogen werden bei: SBN, Postfach 73, 4020 Basel. 
Anmerkungen zur Helikopterstation Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre gab es in Balzers einen längeren Rechtsstreit dar- über, ob ein Helikopterbetrieb aufgenommen werden dürfe. Schliesslich kam es zu einer Gemeindeabstimmung über dies Frage, in der die Mehrheit für die Zulassung stimmte. Da- mals wurde ausdrücklich die Bedingung ge- stellt, dass nicht mehr als zwei Helikopter auf dem Gelände stationiert sein dürfen. Die Ein- schränkungen, die dem Helikopterunterneh- men auferlegt wurden, waren ein Zugeständ- nis an jene Hälfte der Balzner Einwohner- schaft, die sich gegen einen Helikopterlande- platz ausgesprochen haben. 1986 ist die Rheinhelikopter AG mit dem Ansuchen an die Gemeinde Balzers herangetreten, zusätz- lich eine Reparaturwerkstätte für Helikopter zu errichten. Die LGU hat sich vehement gegen dieses Vorhaben ausgesprochen, da sich die Werkstätte ebenso wie die Helistation in der Balzner Landwirtschaftszone und dem schützenswerten Grundwassergebiet befin- det. Die LGU hat sich in öffentlichen Stel- lungnahmen, Schreiben an die zuständigen Behörden und auf anderen Wegen gegen den Bau gewehrt. Leider blieb der Vorschlag, die Werkstätte stattdessen in der Industrie- und Gewerbezone zu errichten, ungehört. Hans- jörg Hilti, Vorstandsmitglied der LGU, hat hierauf die folgende Glosse geschrieben.
        

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