Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
17
Erscheinungsjahr:
1985
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_17/18/
wartet, so dass der Boden nicht mehr saniert und regeneriert werden kann. Bodenbelastungen und Waldsterben weisen hier eine ähnliche Problematik auf. Aus den Referentenaussagen ging in diesem Zusam- menhang auch hervor, dass wir mit dem Bo- den heute etwa dort sind, wo wir mit dem Wald vor 5 Jahren waren! 
Alle Referenten waren sich am zweiten Tag einig, dass der Boden — die Grundlage unse- rer Ernährung und damit unseres Lebens - sorgfältiger gepflegt werden muss. Dagegen gingen die Meinungen teilweise auseinander, wie die richtige Pflege aussehen soll, d. h. wie der Humusgehalt und die Bodenorganis- men zu erhalten, resp. zu vermehren sind. Lebensraum Boden Ein gesunder Boden ist für das Leben von Pflanze, Tier und Mensch ebenso wichtig wie reines Wasser, saubere Luft und ausreichendes Sonnenlicht. Unser Boden ist in Gefahr! Deshalb ist es höchste Zeit, dass wir den Wert und die Gefährdung unseres Bodens erkennen und uns Rechenschaft darüber geben. Dieser Ausgabe des «Liechtensteiner Umweltberichtes» liegt das neue Sonderheft des Schweizer Naturschutzbundes «Lebensraum Boden» bei. Wir empfehlen diese Schrift Ihrer vollen Aufmerksamkeit. 
Seite 18 
Boden September 1985 Ökologie als langfristige Ökonomie Obwohl der Boden sehr stark gefährdet ist, liegt er noch nicht im Sterben. Wir kennen aber die Grenzen der Belastbarkeit des Bo- dens noch nicht. Aber ein Zuwarten, bis die   Veränderungen des Bodens in solchen Aus- massen sichtbar werden, dass man von einer Vergiftung spricht, ist unverantwortlich. Denn dann haben wir diese Grenzen überschritten. Die verschiedenen Schadstoffe haben nach heutigem Wissen jetzt schon an einigen Or- ten eine kaum mehr rückgängig zu machen- de Veränderung in der Humusschicht be- wirkt. Dies wurde lange Zeit selbst von Um- weltschützern nicht erkannt. Solche Hinweise auf die bedrohlichen ökolo- gischen und ökonomischen Folgen dürfen wir nicht einfach als Schwarzmalerei auffas- sen. Wir müssen auch bedenken, dass die Belastungsfaktoren sich in ihrer gegenseiti- gen Wirkung oft verstärken, dass sich die Giftsubstanzen mit der Zeit im Boden zu gefährlichen Konzentrationen ansammeln können, und dass sich einige dieser Sub- stanzen 
  zu neuen Verbindungen verändern können, deren Giftigkeit unbekannt ist. Da der Boden unsere Ernährungsgrundlage ist, müssen wir das Problem der Bodenbela- stung unbedingt in den Griff bekommen. Wir müssen das Problem in seinen komplexen Zusammenhängen erkennen, in unser Han- deln integrieren und die verschiedenen Schadstoffquellen reduzieren, dann besteht noch die Möglichkeit, einen grossen Teil des Bodens zu erhalten. Massnahmen, Verhaltensänderungen, Ent- scheidungen sind schon heute nötig, um mit- tel- und langfristig zumindest keine Ver- schlechterung der Situation zu bewirken. Marie Fischer Wussten Sie schon, dass . . . der Rhein-Helikopter AG in Balzers jetzt vier Helikopter zur Verfügung stehen: zwei «Alouette III», ein «Lama» und ein «Hirondu A 109». Erst einer, dann zwei, jetzt vier!
        

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