Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
14
Erscheinungsjahr:
1983
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_14/10/
G Interessenkollisionen zwischen Rebbau und Naturschutz sowie Archäologie M interdisziplinäre-  Absprachen, Schutz der Kuppenstandorte vor Düngung. Hecken T Mannigfaltige Heckenlandschaft, vom Menschen gepflanzt oder ursprünglich belassen W Wind- und Erosionsschutz, Brutstätten, Rückzugsgebiete für zahlreiche Tierarten, Bereicherung der Landschaft G Monokulturen mit Bevorzugung weniger Arten 
G Überbauung (Schwimmbadprojekt) M Alternativstudien. Rheindamm (flusseitig) T Sekundärer Standort für eine vielfältige xerotherme Flora und viele Tierarten W letzte Rückzugsnischen für seltene Pflan- zen und Tiere, Erholungsgebiet G Rheinkraftwerke, chemische Pflanzenver- nichtung M Einhaltung der Regierungsmassnahmen betreffend die Bewirtschaftung des Rheindammes. 
Seite 10 Naturschutz November 1983 Geschützte und schützenswerte Lebensräume in Balzers von Wilfried Kaufmann Die Vielfalt der Balzner Landschaft beschert uns mannigfaltige Lebensräume. In den 1970er Jahren, anlässlich der österreichi- schen Gefäss-Pflanzenkartierung (Grenze Alpenrhein), wies das grenznahe Quadrat Balzers vom Mittagsspitz bis in den Talraum die grösste Pflanzenvielfalt von ganz Öster- reich auf! Wenn wir diese Lebensräume schützen wollen, tun wir dies hauptsächlich nur, um unseren Nachfolgern Lebensqualität zu sichern. Es sei hier versucht, in geraffter Form die geschützten und schützenswerten Lebens- räume in Balzers stichwortartig festzuhalten: eine Gedächtnisstütze für weitere Bemühun- gen, unsere unverwechselbare, reizvolle Landschaft zu erhalten. T = Typus G = Gefährdung W = Werte M = Massnahmen Allmeinden (Balzers und Mäls) T Trockenwiesen, extensives Weideland, parkartige Waldbestände W Naturnahe Erholungslandschaft, Relikte altgermanischer Bewirtschaftungsweise, reichhaltige Trockenwiesenflora G landwirtschaftliche Intensivierungen mit Düngung, Strassenbau, Überbauung, De- ponie M Schutz der noch nicht zerstörten Teile; auf der Mälsner Allmend, Abklärung des schützenswerten Perimeters; Extensivbe- weidung der geschützten Teile; Ergän- zungen und Pflege der Alt-Buchenbe- stände. Äulehäg (einziges, rechtlich gesichertes Naturschutzgebiet in Balzers) T Ursprünglich Rheinauenlandschaft mit Nassstandorten (Quellaufstösse) W Auenwaldrelikte, Quellflur, Vogel-Brut- stätten, Erholungsgebiet G durch Grundwasserabsenkung ausge- trocknet M Grundwasserhebung, ggf. Wasserzulei- tung Bäche T Ehemals «Girlanden der Talebene», Be- wässerungsnetz der Felder, teils künstli- ches Kanalsystem aus ursprünglichem Überschwemmungsgebiet W Sicherung des Wasserhaushaltes für un- sere Felder, ökologische Nischen der Fliesswassergesellschaften, Anzapfstel- len für künstliche Feldbewässerung G Austrocknung, Mülldeponie, z. B. land- wirtschaftliche Abfälle M Hebung des Grundwasserspiegels (Schwellen im Rhein?). Eck (Neugrütt) Siehe «Entenmoos», da Teil dieses Föhren- waldreliktes. Ellwiesen T Halb-Trockenwiesen,  durchsetzt mit Quellfluren, Bergheulandschaft W reichhaltige Flora mit teils alpinen Ele- menten, Erholungslandschaft, Brutgebiet, Relikt der Bergheukultur (Hütten) G Verbuschuna. Dünauna 
M Unterschutzstellung, Fördern der Land- schaftspflege. Entenmoos T Reliktische, ursprüngliche Föhrenwald- steppe als einstige Ausläufer der Rhein- auen W einzigartiger Heidepflanzenbewuchs, letz- te ursprüngliche Föhrenwaldsteppe unse- rer Region, Erholungslandschaft G landwirtschaftliche Intensivierung M Schutz, jährliche Streuemahd. Gutenberghügel T nacheiszeitliche Flora, auf 
1/600 der FL-Flä- che wachsen hier 
1/6 aller Pflanzenarten Liechtensteins! W Nordgrenze zahlreicher südlicher Pflan- zenarten, viele seltene Pflanzenarten, Na- turdenkmal von überregionalem Rang, Er- holungsgebiet, wichtige historische Stätte 
M Pflege, vermehrtes Pflanzen von Dornen- gehölz und Wildobst. In der Lär T letzte ursprüngliche Sumpflandschaft, Streuegebiet W bei Bau eines Flachweihers mit Verlan- dungsgürtel Wiederansiedlung von ehe- mals hier beheimateten Watvögeln u. ä.; sodann Erholungsgebiet G Unterlassen der jetzigen Bewirtschaftung M Projekt Murabächle — Gestaltung Flach- weiher Lär einleiten. Junkerriet T Aufgeschüttetes Riet mit verbliebenen Vernässungsstellen W mögliche Weiherlandschaft mit Vogel- schutzinseln und Rundweg für Erholungs- und Schulzwecke G Interessenkollisionen M Vernehmlassung auf breiter Ebene. Rheinau T Weissweiden-Au als Rest der ursprüngli- chen Aue W Erholungslandschaft, Rückzugsgebiet für zahlreiche Tierarten
        

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