Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
13
Erscheinungsjahr:
1983
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_13/14/
LGU-Vorstandsmitglied Gebhard Sprenge Wie setzt sich die Stromrechnung zusammen? 
Seite 14 Energiesparen Mai 1983 4 Grundregeln für das Sparen von Elektroenergie: 
Elektroenergiesparen ist auch aktiver Umweltschutz Von Gebhard Sprenger Die Schweiz hat im Jahre 1982 1,5 % weniger Energie verbraucht, gleichzeitig jedoch eine Zunahme des Elektroener- gieverbrauchs von 1,5 % (1981: 2,7 %) aufzuweisen. Der durchschnittliche jähr- liche Elektroenergieverbrauchszuwachs belief sich in den letzten 6 Jahren auf 3,8 %. Der Elektroenergieanteil am Ge- samtenergieverbrauch des Jahres 1982 betrug 19,8 % (1981: 19,2 %). Im FL dürf- ten diese Zahlen etwa ähnlich sein. Dass Energie gespart werden muss, dessen sind sich heute wohl fast alle bewusst. Anders sieht es beim Sparen von Elek- troenergie aus. Leider ist hier festzustel- len, dass viele Konsumenten mit der Elektroenergie so sorglos umgehen, als 
ob diese absolut unbeschränkt zur Verfü- gung stehen und auch fast nichts kosten würde. Wie wir sehen, ist die stetige Zunahme des Elektroenergieverbrauchs recht hoch. Die Kosten für diese Energie sind zur Zeit immer noch relativ gering, was sich aber bei der vorauszusehenden Ver- knappung rasch ändern dürfte. Steigende Elektroenergiepreise sind also mit Si- cherheit zu erwarten. Man könnte die diesbezüglichen Zukunftsaussichten mit genügend Daten belegen. Ich will Sie aber damit verschonen und Ihnen lieber praktikable Möglichkeiten aufzeigen, wie man wirklich Elektroenergie sparen kann. 
• Elektroenergieverbraucher nur einschal- ten, wenn diese unbedingt benötigt werden, oder andersherum gesagt, Verbraucher ab- schalten bis es weiter nicht mehr geht. • Möglichst wenig Verbraucher gleichzeitig einschalten (Leistungsspitze, Grundgebühr). • Nur energiesparende Elektrogeräte und Maschinen einkaufen und einsetzen (Lei- stungsangaben beachten und vergleichen). • Niedertarifzeiten ausnützen. Wenn diese allgemeinen Massnahmen in der Praxis durchgeführt werden, kann man eine Stromkostenreduzierung von 20-30% in Ein- zelfällen bis 40 %! erwarten. Als konkretes Beispiel sei hier auf einen Ho- telbetrieb in Schaan hingewiesen, bei wel- chem mit geeigneten Massnahmen die Strom- rechnung um 36% gesenkt werden konnte. Praktische Massnahmen: Haushalt Beleuchtung: — Fluoreszenzlampen statt Glühbirnen ver- wenden. Wissen Sie eigentlich, wie sich Ihre Strom- rechnung zusammensetzt oder warum die Stromkosten oft so hoch ansteigen? Das ist im Grunde genommen recht einfach. Je nach Tarifvorschriften des energieliefernden Elek- trizitätswerkes, meist jedoch nur aus der soge- nannten 
Grundgebühr 
und dem tatsächlich durch den Zähler Ihrer Messeinrichtung regi- strierten 
Elektroenergieverbrauch. Die Grundgebühr, die teilweise sehr hoch sein kann, wird dabei bestimmt durch den Maxi- malenergieverbrauch, welcher während 15 Minuten in einer Abrechnungsperiode ge- herrscht hat. Durch das gleichzeitige und häu- fig auch zufällige Einschalten vieler Stromver- braucher kann eine hohe Leistungsbezugsspit- ze entstehen, die die Grundgebühr beträcht- lich in die Höhe treibt. Diese Grundgebühr- berechnung kann jedoch auch, je nach Tarif- art, von der Höhe des gesamten Elektroener- gieverbrauchs einer Abrechnungsperiode be- rechnet werden. 
Beim eigentlichen Stromverbrauch bieten sich verschiedenste Tarifvarianten an. Beispiels- weise ist die tagsüber verbrauchte Elektro- energie teurer als der Nachtenergieverbrauch. Diese verschiedenen Tarife und die Grundge- bühr bestimmen also die Höhe der Strom- rechnungen. (Billige Nachttarifzeit im FL: Montag bis Freitag und Sonntag 22.00 bis 7.00 Uhr, samstags: zusätzlich 13.00 bis 17.00 Uhr.) Wenn man nun in Zukunft weniger hohe Stromrechnungen wünscht und damit kosten- bewusster denkt, müssten nachstehenden 4 Grundregeln besondere Aufmerksamkeit ge- schenkt werden. 
— Neuerdings erhältliche Stromsparlampen einsetzen. — Einfache elektronische Lichtregler bei Glühlampen anwenden. — Indirekte Beleuchtungen und Spotlampen vermeiden. Reduzierung der Beleuchtung, wo immer möglich und sinnvoll. — Lampen nur in dem Zimmer brennen las- sen, wo man sich gerade aufhält. Kochen: — Mit möglichst wenig Kochplatten gleichzei- tig arbeiten. — Stufenschalter des Kochherdes nach Mög- lichkeit tiefer stellen.
        

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