Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
12
Erscheinungsjahr:
1982
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_12/8/
Bei Grabarbeiten für die Wasserleitung (1932), Peter-und-Paul-Strasse. Rechts: Bauführer David Meier; hinter ihm: Rösslewirt  Joh. Batliner; vorne im Graben stehend: Emil Marxer; dritter von links: Vorsteher David Bühler. (Photos aus dem Jahre 1932: Xaver Batliner) 
Seite 8 Wasser-Reservoir November 1982 Fortsetzung von Seite 7 Hauptleitungen, zwei Reservoiren, ca. 200 Hausanschlüssen und 47 Hydranten in einem einzigen Jahr erstellt wurden. Die Kosten hie- zu beliefen sich damals auf knapp 300 000 Franken. Die Ausführung der obig genannten Installationen wurde durch die Firma Wagner und Oehri, Ravensburg-Mauren, erstellt (Schlosserei Wenzel Oehri, Hs.-Nr. 70). Die Bauleitung (Grabarbeiten und Quellfassun- gen) besorgte damals unser heute ältester Mitbürger, Altvorsteher David Meier, Hs.- Nr. 77. Es gab damals in Mauren noch keine Baugeschäfte. 1949 wurden in Schaanwald zusätzlich die Moltaquellen (534 m ü.M., kommt von Mol- ta-Ries) gefasst und ins Netz eingespiesen. Am 14. September 1960 schlossen sich die Unterländer Gemeinden zu einer Gruppen- wasserversorgung (WLU) zusammen. Initia- tor und erster Präsident war unser damaliger Vorsteher Oswald Bühler, Hs.-Nr. 155. Für Mauren brachte dies vorerst lediglich den Bau der Verbindungsleitung vom Reservoir Boja, Eschen (580 m ü. M.), zum Reservoir Renn- hof in der oberen Druckzone. Dies bedeutete eine Sicherstellung von Trinkwasser bei Trok- kenperioden. Die Zuleitung von der Robertsquelle her über das Riet wurde aufgehoben und das Wasser aus der Robertsquelle in die untere Druckzo- ne eingespiesen. Statt dessen wurde 1966 im Reservoir Krummenacker ein Druckerhö- hungspumpwerk erstellt und damit eine zwei- te Anspeisungsmöglichkeit für das Reservoir Rennhof geschaffen. 1978 erstellte das Ingenieurbüro Sprenger und Steiner, Eschen-Triesen, das generelle Pro- jekt für die Wasserversorgung Liechtenstei- ner Unterland. Kernpunkt dieses Projektes ist eine einheitliche untere Druckzone für das gesamte Unterland mit einer Reservoirhöhe von 530 m ü. M. Bereits realisiert wurde schon unter der Amtszeit des allzufrüh verstorbenen Vorste- hers Werner Matt das Reservoir in Schaan- wald. Die gleichzeitig erstellten Netzleitungen dienen der Versorgung von Schaanwald und Mauren, sind aber gleichzeitig Bestandteil der regionalen Wasserversorgung Liechtensteiner Unterland. 
Das neuerstellte Reservoir Schaanwald sowie die schon früher gebauten Reservoire Krist und Nendeln liegen genau auf der im generellen Projekt für die untere Druckzone vorgesehenen Höhe von 530 m ü. M. Auf der gleichen Höhe vorgesehen ist auch ein Reservoir in Ruggell und vor allem dasjenige im Obergut zwischen Mauren und Eschen mit einem Fassungsvermögen von 2000 Kubikmetern. Das überschüssige Quell- wasser aus dem Reservoir Schaanwald kann an die Nachbargemeinden, in welchen ca. 
85 % 
des gesamten Trink- und Brauchwassers benötigt wird, in die untere Druckzone abge- geben werden. Gleichzeitig mit dem Reser- voir wurde die Netzzuleitung bis zur Land- 
strasse sowie die Verbindung Richtung Nen- deln im Bereich der Abstellspur zum Zollamt erstellt. Ferner wurde die Leitung von der Esche bis zum Ziel in Mauren realisiert. Das neue Pumpwerk «Walserbach» fördert das Wasser der Walserbachquelle (woher der Name Walserbach kommt, ist 
unbekannt), die auf ca. 
510 m ü. M. liegt, direkt in die Druckleitung. Das Reservoir weist einen un- gefähr quadratischen Grundriss von ca. 16,5 Meter und eine Höhe von 5,5 Meter auf, 
der gesamte Nutzinhalt beträgt also 1000 m3. Beim Aushub für das neue Reservoir mit 1000 m3  Inhalt (siehe Foto) kam eine neue Quelle mit einer recht beachtlichen Ergiebig- keit von 2 
Liter/Sek. (ca. 170 m3/Tag) zum Vorschein, die ebenfalls gefasst und in das neue Reservoir geleitet wurde. Die Baukosten für das neue Reservoir und Pumpwerk Walserbach, Hauptleitungen, Quellfassung und Quellzuleitungen betragen total Fr. 1 581 481.80. Mit Beschluss des Gemeinderates 
vom 23. September 1981 erteilte die Gemeinde Mauren (Vorsteher Hartwig Kleber ist zu- gleich Präsident der Wasserversorgung Liech- tensteiner Unterland) dem Ingenieurbüro Fortsetzung auf Seite 9
        

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