Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
12
Erscheinungsjahr:
1982
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_12/23/
Liechtensteiner Umweltbericht 
Geschäftsbericht 
Seite 23 Traktanden 1981 Öffentliche Exkursionen Naturschutzge- biet Schwabbrünnen — Rheinkraftwerke Schweiz-Liechtenstein — 
LGU-Statutenrevision  — LGU und Gemeinden — Liechten- steiner Umweltberichte — Wanderausstel- lung Libellen, Kleinodien der Natur — Ge- ländewagensport — Unterschutzstellun- gen von schützenswerten Lebensräumen — Global 2000 — Weltstrategie für die Erhal- tung der Natur — Internationale Alpen- schutzkommission — Ölkaverne Halden- stein — Wasserbau und Umwelt — Natur- schutzgebiet Ruggeller Riet — Exkursion Naturwerte am Rhein — Erweiterung Natur- schutzgebiet Birken-Mauren — Bauland- Erstmals konnten 1981 drei Umweltberichte veröffentlicht werden. Das vereinseigene Pu- blikationsorgan greift aktuelle liechtensteini- sche Umweltthemen wie auch Grundsatzfra- gen des Natur- und Landschaftsschutzes auf und will die Bevölkerung für diese Fragen sensibilisieren. 1981 standen folgende The- men im Schwerpunkt: der Europarat und Na- turschutz, unsere Ortsbilder-Zerstörung — Re- paratur und Gestaltung, Landwirtschaft und Umwelt, regelmässige Vorstellungen von zielverwandten Organisationen. Ausser beim Bewilligungsverfahren für Hoch- bauten konnten Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes bei Eingriffen in die Landschaften — so beim Strassenbau, inte- grale Berggebietssanierungen, Melioratio- nen, Wasserbau, Kraftwerke, 
PTT — 
nicht rechtzeitig wahrgenommen werden. In der Regel erfahren auch Naturschutzkreise zu spät von geplanten Eingriffen. Die LGU machte die staatliche Naturschutzkommis- sion und die Regierung auf diese Lücke auf- merksam. 1981 wurde mit den Behörden ver- einbart, dass inskünftig alle Bauwerke aus- serhalb der Bauzonen, die vom Land zu be- willigen oder zu subventionieren sind, auch einer amtsinterne Prüfung unterzogen wer- 
erweiterung Mühlehölzle-Vaduz — Landes- weite Landwirtschaftszone — Naturmu- seum — Herbizideinsätze in den Gemein- den — Biologischer Landbau und staatli- che Förderung — Helikopterlandeplatz Bal- zers — Klärschlamm — Wassergraben Landstrasse Eschen—Nendeln — Europarat 14. Treffen der Nationalen Agenturen des Naturschutz-lnformationszentrums — Bei- tritt Förderverein für Umweltschutzpapier — Washingtoner Artenschutzabkommen — Teerung von Feldwegen — Bewilligungs- verfahren und Eingriffe aus der Sicht des Natur- und Umweltschutzes — Motocross - Konstituierung Vorstand — Burghügel Gu- tenberg und Pflanzenschutz — Stellung- nahme Bodenverbesserungs-Gesetz - Stacheldrahtverwendung im Alpenraum. den sollen. Mit Vorteil wird der Naturschutz bei grösseren Vorhaben bereits im Planungs- stadium begrüsst. Die Fürstliche Regierung hat am 24. 2. 1981 eine Kommission für die Errichtung eines Na- turmuseums im Verweserhaus bestellt, in dem auch Vertreter der LGU Sitz haben. Die Kommission wurde beauftragt, der Regierung die erforderlichen Entscheidungsunterlagen für die Errichtung eines Naturmuseums aus- zuarbeiten. Die Errichtung eines Naturmu- seums ist ein Anliegen, das bereits 1977 zu einer gemeinsamen Eingabe von zehn ziel- verwandten Organisationen des Natur- und Umweltschutzes an die Regierung führte. Mit Sorge nahm die LGU den vermehrten und massiven Einsatz von chemischen Unkraut- bekämpfungsmitteln im Alpenraum zur Kenntnis. Sie intervenierte bei verschiedenen Behörden und plädierte für die mechanische Bekämpfung. Sie warf der chemischen Sa- nierungsmethode überdies vor, dass sie eine reine Symptombekämpfung darstelle, weil die Lägerflora in erster Linie das Ergebnis man- gelnder Organisation im Betriebsablauf dar- stellt. Mit Freude nahm die LGU zur Kenntnis, dass die Gemeinde Schaan die Alpweiden auf ihre Kosten mit regelmässigem Abmähen zu säubern gedenkt. 
Im Zuge der Ölpreiserhöhung sind hüben und drüben die Diskussionen um die Rheinkraft- werke angelaufen. Es werden einerseits die Vorzüge des Projektes für die Energieversor- gung hervorgehoben, wobei viele zudem mei- nen, dass die Verwandlung des von hohen Dämmen eingefassten Flusses in eine Kette von Stauseen nicht schade sei. Andererseits werden verschiedene Bedenken aus der Sicht des Natur- und Umweltschutzes, des Flussbaues und der Wasserwirtschaft ange- meldet. Die LGU konzentrierte sich in einer ersten Informationsrunde darauf, die uner- kannten Naturwerte am Rhein der Bevölke- rung zu erläutern. In der Landespresse und in einer stark besuchten öffentlichen Exkursion Fortsetzung auf letzter Seite
        

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