Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
12
Erscheinungsjahr:
1982
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_12/13/
Liechtensteiner Umweltbericht 
Naturschutzgebiete 
Seite 13 Die ganze Landschaft ist schützenswert, und ihr muss auch als Ganzes unsere besondere Sorge gelten. Diese Zielsetzung gilt vom stark bebau- ten Siedlungsraum bis zur vom Menschen nur wenig veränderten Hoch- gebirgslandschaft. Unsere 
Landschaft muss langfristig den verschieden- sten Ansprüchen genügen. Stärker und schneller als früher sind alle Eingriffe flächenhaft wirksam geworden. Baugebiete für 11500 Einwohner in Mauren und Schaanwald In Liechtenstein wurde das Siedlungsgebiet recht spät und recht grosszügig durch das Ausscheiden von Baugebieten umrissen, auch Mauren und Schaanwald bieten heute Raum für ca. 11 500 Einwohner auf Bauzonen von 197 ha, bei heute ca. 2500 Einwohner. Land- wirtschaft und Wald stehen somit neben dein Verkehr als Gestalter der nicht überbauten Landschaft im Vordergrund. Der gesamtwirt- schaftliche Druck führte die Landwirtschaft zur intensiveren Nutzung in den hierfür geeig- neten Lagen. Diese Entwicklung prägt das Landschaftsbild und auch den Landschafts- haushalt. Nahezu alle noch nicht intensiv be- wirtschafteten Flächen, in der Regel diejeni- gen Lagen mit weniger Produktionsmöglich- keiten, bilden Zonen mit besonderem Reich- tum an Tier» und Pflanzenarten: alte Feldwe- ge, Lese-Steinhaufen, Wegborde und Bö- schungen, Feldgehölze, gewundene Wasser- läufe, natürliche Einsenkungen, humusarme Flächen, Quellaustritte usw. Dieser Vielfalt inmitten des sonst intensiv ge- nutzten Landes muss unser besonderes Inter- esse gelten, damit im Endeffekt nicht Bauge- biete, Agrarland und Wirtschaftswald sich starr gegenüberstehen. Biologische Reichhal- tigkeit soll helfen zu puffern, zu verbinden, den Landschaftshaushalt zu stärken. 
Baumloser Aspekt des Maurerrietes um 1967 Erhalten der noch verbliebenen Vielfalt Im Zuge der Erstellung des liechtensteini- schen Naturschutzinventares wurden 1977 auch in Mauren besonders schützenswerte Naturgebiete festgestellt und beschrieben. Diese vorgenommene Ausscheidung ist einerseits nur sinnvoll, wenn wir versuchen, das so als schützenswert erkannte zu erhalten, andererseits müssen wir uns bewusst sein, dass diese Erhaltung in einem Umfeld zu se- hen ist, das ebenfalls gestalterische Massnah- men verdient. Wir wollen keine Trennung von Sonntags- und Werktagslandschaften er- reichen. Wie muss ein Objekt beschaffen sein, damit es von der Naturschutzerhebung erfasst wurde? Ein Gebiet ist vor allem dann naturschützerisch wertvoll, wenn es durch sei- ne Eigenart einen wesentlichen Bestandteil im 
ökologischen und visuellen Gefüge der Landschaft darstellt. Derartige Gebiete sind im 
Maurer Gemeindebann noch einige vor- handen und teils auch im Artikel von Hanno Meier behandelt. Die Maurerwiesen ob Schaanwald Wer vom Oberland nach Feldkirch fährt, ahnt nicht, welches Idyll an vielfältiger Landschaft sich am oberen Hangfuss von Schaanwald ver- steckt. Hier teilen Waldvorsprünge, Quell- bächlein, viele Feldgehölze, Einzelbäume die Hangterrasse auf. Es handelt sich hierbei um eines der wenigen vielfältigen, nicht überbau- ten Gebiete am Hangfuss des Rhätikon-Mas- sives, also von Schaanwald bis Balzers. Der Raum ist ortsplanerisch teils als Freihaltege- Fortsetzung auf Seite 14
        

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