Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
1
Erscheinungsjahr:
1978
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_1/7/
Juni 1978 
Umwelt-Bericht Seite 7 Vorstoss für die Errichtung eines naturhistorischen Museums in Vaduz In der Museumsplanung des Landes ist das Verweserhaus als Standort für ein naturkundliches Museum ausgewiesen. Nachdem aus den Landeszeitungen zu entnehmen war, dass diese Gebäulich- keiten renoviert werden sollten, richte- ten im Januar 1977 zehn Organisationen ein Schreiben für die Errichtung eines solchen Museums an die Fürstliche Re- gierung. Der Historische Verein, der Liechtensteiner Alpenverein, der Liech- tensteiner Försterverband, die Liecht. Gesellschaft für Umweltschutz, die Liechtensteiner Jägerschaft, der Liech- tensteiner Tierschutzverein, der orni- thologische Landesverband, der Sil- berne Bruch, der Verkehrsverein Vaduz und die BZG begründeten diesen Vor- stoss mit dem erarbeiteten Wissen über unsere Geologie und die liechtensteini- sche Tier- und Pflanzenwelt. Viele Aus- stellungsgüter liegen zudem derzeit ver- streut in verschiedenen Gebäulichkei- ten. Ein naturkundliches Museum wäre das Zentrum für die Ausbreitung des Naturschutzgedankens, 
insbesondere auch bei der Jugend. Die unterzeichnenden Vereine erwarten auch nach dem Verschieben der Reno- vation, dass dieser Bildungsauftrag zu einer verbesserten Umweltinformation auch weiterhin ernsthaft in Erwägung gezogen wird. Liechtensteinisches Deponiekonzept In Liechtenstein fallen jährlich zirka 350 kg/Ew. feste Abfälle aus den Haus- haltungen und Industrien an. 
Sie werden in der Kehrichtverbrennungs- anlage Buchs verwertet. Weitgehend ungelöst verblieb bis anhin die Abla- gerung des Bauschuttes und des Erd- aushubes, welche in einem jährlichen Ausmass von ca. 70 000 Kubikmeter an- fallen. Auch diese Mengen müssen um- weltgerecht abgelagert werden. In den vergangenen 20 Jahren wurde auf 31 öffentlichen Plätzen abgelagert, wovon 14 heute noch benutzt werden. 
Allein fünf der heute noch aktiven Deponien liegen in Räumen mit hervorragender Eianung für Trinkwasserzwecke. 
Wenn man weiss, was heute 
noch alles auf diese Deponieplätze zur Ablagerung gelangt, so ist offensichtlich, dass unser Trinkwasser gefährdet ist. Die LGU begrüsst deshalb die Initiative für die Erstellung eines liechtenstei- nischen Deponiekonzeptes durch das FL-Gewässerschutzamt und das FL-Lan- desforstamt. In einem Planungszeitraum von ca. 10 Jahren werden in einem Bericht die geeigneten Ablagerungs- plätze bezeichnet, welche die Aspekte des Gewässerschutzes, des Naturschut- zes, des Landschaftsaspektes, der Zu- fahrten (Lärm- und Staubimmissionen, Sicherheit) 
sowie des vorhandenen Leervolumens geeignete Orte berück- sichtigen. Es ist zu hoffen, dass wie bei der Errichtung von Kläranlagen, auch hier übergemeindliche Lösungen ge- funden werden.
        

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