Herausgeber:
Liechtensteiner Umweltberichte
Bandzählung:
1
Erscheinungsjahr:
1978
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000037232_1/10/
Seite 10 
Umwelt-Bericht 
Juni 1978 Ein Feuchtgebiet im eigenen Garten 
Ein Feuchtgebiet für jede Gemeinde Die meisten unserer Naturschutzgebote lauten wie in der Bibel: Du sollst dies nicht verändern, Du sollst nicht töten, Du sollst jenes nicht zerstören. Also negativ. Diese Haltung ist im Zeitalter der Technik unvermeidbar, denn der verderbliche Druck auf die Lebewesen und ihren Lebensraum ruft direkt nach dieser Haltung und zur Abwehrtaktik. In vielen Fällen ist es schon zu spät. Das letzte Stückchen von Sumpfgebiet ist schon nicht mehr existent. Zu spät ist es aber nicht, trotzdem ewas zu tun, nämlich neue Lebensräume zu schaffen, dies an Stelle derjenigen Feuchtgebiete, die für -immer verloren sind. Mit der Bibel gesprochen, müsste es lauten: Wache auf und tue etwas, gehe ans Werk! In einigen Gemeinden Liechtensteins wurden so künstliche Weiher und Tümpel wieder angelegt. Weitere wer- den sicherlich noch folgen. Wasser heisst Leben. Wie wahr dieser Satz ist, kann jeder feststellen, der glücklicher Besitzer eines biologischen Gartenweihers ist. Schon optisch be- deutet ein 15-20 m2  grosser Tümpel eine Bereicherung eines oft sonst etwas 
selbst Amphibien einstellen. So bietet der kleine Tümpel nicht nur eine reiche Quelle an Beobachtungen und Freude, sondern leistet einen kleinen Beitrag zur Erhaltung bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Ein einfacher Gartenteich ist gar nicht so schwierig zu bauen. Wichtig ist eine gute Abdichtung seitwärts und gegen unten. Zudem sollte er eine Tiefe von mindestens 80-100 cm an der tiefsten Stelle besitzen, damit die Tiere unter einer allfälligen Eisdecke im Wasser überwintern können. Als Dichtungsma- terial dienen Kunststoff-Folien, man kann aber auch eine alte Badewanne eingraben. 
langweiligen Zierrasens. Plötzlich be- sitzt ein solcher Garten einen Anzie- hungspunkt. Verschiedene Vogelarten kommen zum Trinken und zum Baden. Beeindruckend ist die Zahl der Insek- ten, der Libellen, vielleicht werden sich
        

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