Aufgebaut aus dem Nichts! 
Das Theater am Kirchplatz (TaK), Schaan, als Kulturzentrum der Region 
  
  
"Das Ende vom Anfang" von Sean O'Casey, Eigenproduktion des Theaters am 
Kirchplatz - Aufführung im Frühjahr 1987 
Aus dem Kulturleben Liech- 
tensteins ragt ein Phänomen 
von ganz besonderer Prä- 
gung hervor: das Theater am 
Kirchplatz (TaK) in Schaan. 
Vor 18 Jahren von Dr. Alois 
Büchel, gebürtiger Vaduzer 
(Jahrgang 1941) gegründet, 
gelang es dem heutigen TaK- 
Leiter und begnadeten Regis- 
seur, diese Kulturstátte prak- 
tisch aus dem Nichts aufzu- 
bauen. In weniger als zwei 
Dezennien ist es Büchel ge- 
lungen, das TaK zu einem 
überregionalen Kulturzen- 
trum mit einer ihm eigenen 
Faszination zu machen. 
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ass mit Theater, mit Kaba- 
rett vor der TaK-Gründung 
machten Textautor Alois 
Büchel und eine kleine 
Gruppe von Spielern mit 
dem Kabarett "Kaktus" auf sich und 
die politischen Missstánde im Lan- 
de aufmerksam) und mit Kleinkunst 
allein kein breites Publikum gewon- 
nen werden kann, war Büchel von 
Anfang an klar: "Durch unsere Ak- 
tivitáten móchten wir unserem Publi- 
kum die Möglichkeit bieten, nach 
und nach die Komplexität der kultu- 
rellen Erscheinungen aufzeigen, 
welche die Komplexität der Welt in 
etwa widerspiegeln sollen. Wir wol- 
len Perspektiven, unter denen die 
Welt betrachtet werden kann, vor- 
stellen und damit das Publikum zu 
eigenen Stellungnahmen herausfor- 
dern. Wir wollen die Perspektiven 
von Denkern und Dichtern, von 
kreativen und nachdenklichen 
Menschen vermitteln helfen. ”Die 
ganze Welt ist Bühne", heisst es bei 
Calderon. Unsere Bühne möchte 
vielerlei Ausschnitte aus dieser Welt 
präsentieren, mit Spiel, Tanz, Ge- 
sang, durch Worte und Gesten”. 
Dank grosszügigen privaten Spen- 
den (starkes Mäzentum des Fürsten- 
hauses), und Beiträgen von Land 
und Gemeinde Schaan konnte das 
Vereinshaus umgebaut werden . Im 
Herbst 1972 öffnete das jetzige 
TaK seine Pforten, ein Theatersaal 
mit 400 Plätzen, der geschickt die 
räumlichen Gegebenheiten aus- 
nützt, ein luftiges Foyer, das als 
Kunstgalerie und Bühnenraum für 
Aufführungen in kleinem Rahmen 
dient. 
Mindestens 10 Leute arbeiten heute 
im Team. 100'000 Besucher weist 
die Statistik mittlerweile auf, und im 
Schnitt der letzten Jahre spielt das 
 
        

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