’s Lob-Bett 
Ein Gedicht in Vaduzer Dialekt von Ida Ospelt-Amann 
Alljährlich zogen an einem föhnigen Herbsttag, wenn die Buchenblätter im 
Walde lagen, die Kinder aus, um Laub zu sammeln, mit dem dann die Säcke für 
die Betten gefüllt wurden. In alter Zeit sollen zu diesem Geschäfte sogar die 
Kirchenglocken geläutet haben, dann war es der Tag, an dem Laubsammeln für 
die ganze Gemeinde frei war. 
„Ihr Mätla und Buaba!“ rüaft d’Mama i d’Stoba, 
„höt gon denn alli gi loba. 
Ziacha han-i vöragröscht, 
’s Für im Herd ischt o verlöscht. 
Der Pföh got, ’s ruschet i da Buacha, 
höt mommer ’s Lob net roß gi suacha.“ 
D’Heiligkrüzner gon in Stieg, 
denn wegam Loba git’s kan Nied, 
"s lit jo doi grofia Massa, 
vorigs gnua zum d’Lobsäck fassa. 
's got jo o net um-a Wett, 
's well jo jedes no a Bett. 
Scho sind alli Lobsáck gfollt, 
wôran ôbera Bôchel trôlt; 
uf vier- und zwärädriga Karra 
tuat ma bis zur Hustôr fahra 
und am Obet git’s a Fescht, 
wemma klettra ka is Nescht. 
Nocham Znacht ischt alls verschwunda, 
Netamol d'Kópf het ma meh gfunda! 
Der Buchenwald lieferte aber auch die Bucheckern, die geprefit wurden und 
ein feines Ol gaben. In guten Obstjahren wurde Obst gedórrt, soviel nur möglich 
IOI 
 
        

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