Johann Walch 
„Feldweibels Johann“ 
1869—1937 
  
Johann Walch war das zehnte der vierzehn Kinder des letzten liechtenstei- 
nischen Feldweibels Andreas Walch und seiner Frau Maria Anna, geborene Seger. 
Sein Vater stammte aus Ruggell, hielt sich aber seit seinem Eintritt ins Militär 
dauernd in Vaduz auf, wurde hier Bürger und starb 1896. 
Johann erlernte den Mechanikerberuf und war wohl der erste in Liechtenstein 
auf diesem Fachgebiete ausgebildete Berufsmann. Der Betrieb wurde aber ge- 
schlossen, und der junge Facharbeiter hätte eine Stelle im Auslande erhalten kön- 
nen. Liebe zur Heimat und zur Mutter, die Witwe geworden war, bewogen ihn, 
in Vaduz zu bleiben. Mit Taglohnarbeit brachte er sich durch, und wo es etwas 
zum Helfen gab, im Wingert besonders, bei der Holzarbeit, auf dem Ried und 
in der Alp, war Johann ein gern gesehener Arbeiter. 
Er war die Güte selbst, der kleine, untersetzte Mann, kein böses Wort kam 
aus seinem Munde, und Kinder, Tiere und das Leben in der freien Gottesnatur 
liebte er aus ganzem Herzen. Beim Rauche der Pfeife, von der er sich selten 
trennte, dachte er tief über vieles nach, und manche stille Stunde gehörte den ge- 
liebten Büchern, einem Werke über das Reich der Natur (Johann war ein Kenner 
der heimischen Vogelwelt und ihres Gesanges) oder einem Werke der Dichtung. 
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