Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
3
Erscheinungsjahr:
1975
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000034814/426/
— 430 — Zur Sache: Die eben erworbene Burg (siehe Büchel, Geschichte d. Feste und Herrschaft Gutenberg, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1914, S. 26 ff.) wurde von den Habsburgern kurz vor dem geplanten Abschluss des Bündnisses mit Hugo von Bregenz diesem als Pfand übergeben. Die Ursache der Verpfändung ist in der Bündnisurkunde (siehe die folgende n.) vom 16. De- zember 1322 angedeutet. 1 Hugo v\ Montfort-Bregenz f 1338. 2 Herzog Leopold f 1326. 3 Gutenberg, Liechtenstein. 253. Ulm, 1322 Dezember 16. Graf Hugo1 von Bregenz schwört dem Herzog Leopold2 von Österreich, ihm und seinen Brüdern im Kriege um das König- tum mit Herzog Ludwig3 von Bayern beizustehen, ausgenommen gegen «mine vetern, die erbern heren» Bischof Rudolf4 von Kon- stanz und Grafen «Rudolf5 von sangans», es sei denn, dass sie mit den Herren von Österreich «durch mütwillen kriegen woltin»; dann soll er den beiden keine Hilfe gewähren. «Ich sag och ledig minen vorgenanten heren von Oesterrich alle der sculde der si mir suldig / sint gewesen an die sculd darumb ich i r bürgen vnd ir p h a n t6 inne han» («Ich sage auch ledig meine vorgenannten Herren von Österreich von aller Schuld, die sie mir schuldig ge- wesen, ausgenommen die Schuld, derentwegen ich ihre Burgen und P f a n d 
6 innehabe»). Original im Haus-, Hof- u. Staatsarchiv Wien. — Pergament 14,8 cm lang X 23, Plica 2,2 — 2,6 cm. — Siegel und Pergamentstreifen fehlen; unterhalb des Schlitzes in der Plica zeigt sich keine andere Färbung des Pergaments. Da eingangs der Urkunde auch die Initiale J («ich Graue Hug. 
. ») fehlt, ist die Urkunde offenbar nie gesiegelt worden. Die Meinung von Gross, (Regesta Habs- burgica III, n. 1250) das Siegel sei abgefallen, ist daher nicht berechtigt. Rück- seite: «wie sich graf hug von Bregentz zü der herschaft verband wider herczog Ludwig von payrn von des kungrichs wegen 
1322» (15. Jahrh.); «1 : 
86» (16. Jahrh.).
        

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