Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
3
Erscheinungsjahr:
1975
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000034814/392/
— 396 — 228. Lindau, 1297 Februar 15. «her v 1 r i c h von Schellenberg1 ain 
Ritter» und Ulrich, Goswins seligen Sohn von Ems2 bekennen, dass sie für den Scha- den, den obgenannter Goswin dem Kloster Mehrerau3 ange- tan hat, 36 Pfund Pfenning Konstanzer Münze' bezahlen sollen, und zwar in Raten zu 12 Pfund ab dem kommenden St. Martinstag; sie weisen das Kloster an auf Goswins Hube zu Bi z au* und geben als Bürgen Heinrich von Nydegge,5 den Landrichter, Johann F r ant z 
8 und Rudolf H e f el~ von Dornbirn. Dies wurde vermittelt durch Heinrich von Nydegge5, Wilhelm von- Ems2 und Konrad den Ritter von Haldenberg6 in Her- mann des Senders Haus. Es siegelt Ulrich von Schellen- berg1 und auf Bitten der beiden Aussteller auch Heinrich von Nydegge*. Abschrift des 15. Jahrhunderts im Haus-, Hof- u. Staatsarchiv Wien im Codex B 355 = Böhm 1073, fol. 168 a. - Pergamentblatt 28,5 cm lang X 20,6, freier linker Rand 2,8 cm, «1297» bezeichnet. Die Handschrift, gebunden in lederüberzogenen, an den Ecken messingbeschlagenen Holzdeckel mit Messing- schliessen (abgerissen) u. quadratischem Messingschild in der Mitte; bezeichnet auf fol. 1 a «Urkhündt des Gotzhaus Merow bey Bregentz von welchen hern gestift vnd dotiert worden mit 
Höffgutern Zinsen etc» (frühes 16. Jahrh.), bei Böhm «Chartular 
Mererau»; sie hat 293 Pergamentblätter und ein Registerheft von P. Franz Ransperg aus dem 17. Jahrhundert. Das Chartular enthält zahl- reiche Abschriften von gebietsweise gruppierten Urkunden aus dem 13. bis 15. Jahrhundert, die durchwegs das Kloster Mehrerau bei Bregenz betreffen, in einer im ganzen Bande einheitlichen, altertümlichen, sehr regelmässigen Schrift des 15. Jahrhunderts. Mit der Herstellung der gemalten Initialen kam der Schreiber durchgehend nur bis fol. 37, teilweise noch bis fol. 51 und 67. — Auf fol. 282 Gründungsgeschichte des Klosters (Cartha Fundatorum). Siehe auch Tizian, Ein Kartular des Klosters Mehrerau, Archiv f. Geschichte u. Ldeskunde Vbgs. V (1908/09) S. 85 ff. — Folokopie im Vorarlberger Landesarchiv. Regest: Tizian, Archiv f. Geschichte u. Ldeskunde Vbgs. VIII, 1912, S. 18 n. 1.
        

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