Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
3
Erscheinungsjahr:
1975
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000034814/119/
— 120 — Wir die Erlaubnis mit Gegenwärtigem, in den Pfarrkirchen Thürin- gen,2 Tisis3 und Mauren4 der genannten Unserer Diözese, die der Mensa deines Konvents einverleibt sind, die Gottesdienste zu feiern und den Pfarrangehörigen derselben die Sakramente der Kirche zu spenden, sofern nicht eine andere kanonische Vorschrift entgegensteht, immer mit Vorbehalt der Privilegien deines Konvents. Gegeben in Unserer Burg Sunnenberg unter Unserem rückwärts auf- gedrückten Siegel, im Jahre des Herrn 1416 am Tage des hl. Marcellus, Papstes und Märtyrers, in der 9. Indiktion, wobei das Gegenwärtige bis zu Unserem Widerruf und nicht weiter gelten soll, gegeben wie oben. Abschrift im Vorarlberger Landesarchiv im Kopialbuch der Johanni- ter (St. Johann 1) fol. 153 aus dem 17. Jahrh. — Erwähnt: Grabherr, Die Reichsherrschaft Blumenegg (1907) S. 26 (mit Dalum 1401); Kaiser-Büchel, Geschichte d. Fürstentums Liechtenstein (1923) S. 234; Ulmer, Beschreibung d. Generalvikariales Vbg., Abschnitt- Thüringen (Manuskript im Vbg. Landesarchiv) S. 16 nach obiger Quelle. 1 Graf Hartmann von Werdenberg, von Sargans zu Vaduz, Bischof von Chur starb, am 6. September 1416 (Vergl. Liechtensteinisches Urkunden- buch III S. 493 n. 185). Nach Diebolder, Harlmann IL, Jahrbuch d. Historischen Vereins f. d. F. Liechtenstein 1937, S. 126 soll er während der Konzilsverhandlungen zu Konstanz auf dem Schlosse Sonnenberg im Thurgau gestorben sein. Als Quelle wird ausser Juvalts Nekrolo- gium, das keine Angabe enthält, die «Geschichte des Bistums Chur» erwähnt, offenbar von Mayer (1907), der aus ungenannter Handschrift schöpfend, als Todesort ebenfalls «in Castro 
Sonnenberg» bei Konstanz angibt. — Angesichts der Reihe von Urkunden Hartmanns, die auf Schloss Sonnenberg ausgestellt sind — die obige ist die Letzte — dürfte die Angabe doch, wie schon Grabherr (Blumenegg, S. 38) und Ulmer (Burgen u. Edelsitze Vbgs. u. Liechtensteins S. 201) angenommen haben, auf Sonnenberg im Walgau zu beziehen sein. Ein fahrelanger Aufent- hall auf dem Thurgauer Schloss ist unbekannt und widerstreitet voll- kommen der Lebensgeschichte des Bischofs, auch handelt es sich ja laut obiger Urkunde um das eigene Schloss des Bischofs. In der Lebensbeschreibung durch Diebolder sind die hier aufgenommenen Vorarlberger Urkunden unbenutzt geblieben. 2 Thüringen, Walgau. 3 Tisis; s. oben die Urkunde von 1315 März 31. 4 Mauren; s. oben die Urkunde von 1318, Dezember 20.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.