Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
13
Erscheinungsjahr:
1989
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000033523/94/
Die 
Fortschrittliche Bürgerpartei (in den Jahren 1928-1970 und von 1974- 1978 Mehrheitspartei im Landtag) wurde 1918 gegründet14 und war ursprünglich eine konservative und traditionell ausgerichtete Partei mit einer Anhängerschaft aus vorwiegend bäuerlichen und bürgerlichen Krei­ sen15 
des Unterlandes. Sie ist als Verein organisiert. Ihr statutarisches Ziel ist es, «unter Bewahrung der Monarchie auf der Grundlage der christlichen Weltanschauung und des freiheitlichen, sozialen und demokratischen Rechtsstaates das öffentliche Leben zum Wohle des ganzen Volkes» zu gestalten; die Gleichberechtigung aller Liechtensteinerinnen und Liechten­ steiner zu fördern und die junge Generation zu erfassen und für das poli­ tische Leben zu interessieren (Art. 1 der Statuten).16 Die Organe der FBP sind der Parteitag, der Landesausschuss, der Partei­ vorstand und das Parteipräsidium. Der 
Parteitag setzt sich aus den von den Ortsgruppen gewählten Delegierten und den Mitgliedern des Landesaus­ schusses zusammen. Seine Funktion deckt sich im wesentlichen mit jener der Delegiertenversammlung der VU (vgl. Art. 10 der Statuten). Er ist fak­ tisch öffentlich. Der 
Landesausschuss besteht aus dem Parteivorstand, der Landtagsfraktion samt Stellvertretern, den stellvertretenden Regierungs­ mitgliedern, dem Landesvorstand der Jungen FBP, den Präsidenten bzw. Vizepräsidenten der Landesinstitute, den Gemeindevorstehern und Vize­ vorstehern oder dem Fraktionssprecher im Gemeinderat, den Ehrenmit­ gliedern, den ehemaligen Präsidenten und Vizepräsidenten, den ehemali­ gen ordentlichen Regierungsmitgliedern und Landtagsabgeordneten, den ehemaligen Gemeindevorstehern sowie weiteren vom Parteivorstand gewählten Mitgliedern. Der Landesausschuss tritt mindestens dreimal jähr­ lich zusammen und beschliesst insbesondere über politische und organisa­ torische Fragen von grosser Tragweite, sofern diese nicht dem Parteitag vorbehalten sind. Art. 12 der Statuten regelt die Zusammensetzung des 
Par­ teivorstandes: er wird gebildet aus dem Präsidium, allen Obmännern der Ortsgruppen, den Regierungsmitgliedern, dem Landtagspräsidenten, bzw. Vizepräsidenten, der Vorsitzenden der Kommission für Frauenfragen, dem Präsidenten der JUNGEN FBP sowie fünf zugewählten Mitgliedern. Er tagt in der Regel monatlich einmal und ihm obliegen insbesondere die Ko- 14 Da sie im Restaurant Löwen in Vaduz gegründet wurde, sprach man auch von der «Löwenpanei». 15 SEGER, Parteien, 76; WILLE, Wahlrecht, 69. 16 Statuten der FBP in der Fassung vom 25.2.1985. 95
        

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