Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
13
Erscheinungsjahr:
1989
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000033523/46/
datars viel schwerer betroffen als eine grosse Partei.37 Es erstaunt deshalb nicht, dass nach wie vor die Abschaffung des Status des Stellvertreters gefordert wird.38 b) Arbeitsweise aa) Plenum Die 
Arbeitsperioden des Parlaments werden von BATLINER39 präzise und knapp beschrieben. In aller Kürze zusammengefasst unterteilen sie sich in Mandatsdauer (Legislaturperiode), Sitzungsperiode (Session) und Sitzung. Die Mandatsdauer ist der Zeitraum vom Tag der Wahlvalidierung bis zur Wahlvalidierung des nächsten Landtages.40 Sie beträgt vier Jahre, endet aber bei Auflösung des Landtages vorzeitig. «Die Mandatsdauer ist in Sitzungs­ perioden aufgegliedert.» Diese dauern von der Eröffnung41 des Landtages (regelmässig Ende März/Anfang April) bis zu dessen Schliessung (in der Regel im Dezember). «Die Schliessung des Landtags erfolgt durch den Für­ sten, die Auflösung durch den Fürsten oder das Volk. Der Landtag besitzt weder ein Selbstversammlungs- noch ein Selbstschliessungs- oder Auf­ lösungsrecht.»42 «Innerhalb der Sitzungsperiode tritt der Landtag zu Sit­ zungen zusammen. Die Sitzungen werden, abgesehen von der Eröffnungs­ sitzung, vom Präsidenten angeordnet.»43 (Art. 49 Abs. 2 LV; § 14 Abs. 1 GOLT) Auf Verlangen von drei Abgeordneten, von 1000 Stimmberechtig­ ten oder von drei Gemeinden hat der Präsident eine Sitzung anzuordnen. 37 Verständlicherweise protestiert die ausserparlamentarische Opposition gegen diese Rege­ lung; vgl. Maulwurf Nr. 10, Dezember 1987,13. Ohne die Einrichtung der stellvertreten­ den Abgeordneten als solche in Frage zu stellen, könnte eine mögliche Lösung des Zutei­ lungsproblems wie folgt lauten: Jeder Partei, die in einem Wahlkreis ein Mandat erreicht, steht in diesem Wahlkreis ein stellvertretender Abgeordneter zu. Zusätzlich steht ihr auf jeweils drei Abgeordnete in einem Wahlkreis ein weiterer stellvertretender Abgeordneter zu. 38 Befragung. 39 BATLINER, Parlament, 99 ff. und 172 ff. Anm. 314. 40 Diesen Schluss lässt die Auslegung von Art. 71 und 73 LV zu. 41 «Die Ladung zur Eröffnung des Landtags heisst Einberufung. Diese ergeht im Normalfall mittels fürstlicher Verfügung (,Verordnung')» oder im Falle eines Begehrens von 1000 Stimmberechtigten oder von drei Gemeinden durch die Regierung. BATLINER, Parla­ ment, 100. 42 BATLINER, Parlament, 100 f. 43 BATLINER, Parlament, 101. 47
        

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