Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
13
Erscheinungsjahr:
1989
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000033523/323/
Bei der Beurteilung der Kommissionstätigkeit ist die Zahl der behandelten Traktanden zu berücksichtigen. Aussagekräftiger als die Dauer einer Sit­ zung dürfte die Zeit sein, welche die FiKo im Durchschnitt für einen Tages­ ordnungspunkt aufgewendet hat Diese kann als Indiz für die Gründlich­ keit betrachtet werden, mit welcher sie die Gegenstände prüft. Im Durch­ schnitt wurde ein Traktandum in einer Viertelstunde erledigt (Tabelle 29)/ In diesem Zeitraum war in der Regel wohl nur eine oberflächliche Sichtung der Vorlage möglich. Tabelle 29 Durchschnittliche Sitzungsdauer der FiKo in Minuten pro Tagesordnungs­ punkt 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 12 13 15 13 15 18 16 16 An den Sitzungen nehmen fallweise der Regierungschef und der Regie­ rungschef-Stellvertreter teil.7 Bei der Prüfung des Landesvoranschlags machen sie regelmässig von ihrem Recht aus § 60 GOLT Gebrauch, den Leiter der Finanzkontrolle als Fachbeamten mitzunehmen. Zu den jeweili­ gen 7raktanden referieren der Finanzminister - und ggf. Gerold Matt - über die Schwerpunkte und Ziele der Vorlage. Nach übereinstimmenden Aus­ sagen der Abgeordneten sind sie in den meisten Fällen die alleinigen, immer jedoch die bedeutendsten Informationslieferanten. Im Anschluss findet eine kurze Diskussion statt. Diese wird als offen und frei geschildert, da in der nichtöffentlichen Kommission die Parteigrenzen weniger deutlich spürbar seien.8 Die Kommissionsmitglieder haben jederzeit die Möglichkeit, Fragen an den anwesenden Regierungschef zu stellen. Fallen die in der Sitzung erteilten Auskünfte nicht zufriedenstellend aus, fordert die FiKo Zusatzbe­ richte: Bei der Beratung des Verpflichtungskredites über 6,6 Mo. Fr. für die Errichtung des Werkhofes in Triesenberg empfand die Kommission die 6 Die Streuung reichte von 30 Minuten pro Traktandum bis zu fünf Minuten (FiKo-Prot v. 2.7.1979, rem. 13.12.1979). 7 VOGT, Landtag, 34. 8 Befragung, z. B. Abg. Ludwig Seger. 325
        

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