Armut, Kriege und Notzeiten 
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Requisitionen ins Ausland 22593 fl 58 kr 
Geldkontributionen 14595 fl 9 kr 
Osterreicher: 17 813 fl 54 kr, Franken: 19 375 fl 13 kr 
Summarum 37189 fl 7 kr 
Extra ord. u. Prov. Umlagen, Invaliden- u. Heukasse 34819 fl 36 kr 
Prima Plana Gelder nach Überlingen und Kempten 2682 fl 43 kr 
350 Rómermonate 6300 fl 
Reluitionsgelder 1 582 fl 37 kr 
Unterhaltung des Kontingents 16 964 fl 23 kr 
Festungsbau 361 fl 11 kr 
ging nur an Franken Summarum 62 710 fl 30 kr 
Summa Summarum aller Kriegs-Erlittenheiten 
(Vom 22. November 1798 bis Ende März 1801) 921 614 fl 55 kr 
Brände in Triesen 
Triesen lag an der alten Reichsstrasse, jener Strasse, auf der bis um 
1800 Truppen von Nord nach Süd und umgekehrt zogen. Wo Truppen 
durchzogen, bestand seit jeher die Gefahr kriegerischer Verwicklungen, 
und Triesen war schon in alter Zeit, wie andere Dórfer unseres Tales, 
Kriegsschauplatz gewesen. Krieg bedeutete Raub, Plünderung und 
Brand. 
So war es im Appenzellerkrieg 1405/6, im alten Zürcherkrieg 
1446, in den Bündner Wirren 1504-1509 und den Franzosenkriegen 
1794-1800. Zweimal wurde das Dorf verbrannt, gingen Haus und Stall 
in Flammen auf und wurden Hausrat, Vorráte und selbst die Viehhabe 
vernichtet. 
Neben diesen grossen Katastrophen, die vom Mittelalter bis in die 
Neuzeit über das Dorf hereinbrachen, erlitt Triesen im Laufe des 19. 
und 20. Jahrhunderts wiederholt schwere Brände. Der Triesner Chro- 
nist Fridolin Tschugmell hat 1974 dieselben in seiner Publikation 
«Bránde in Triesen 14461973» zusammengefasst. Darauf sei verwie- 
sen. Hier gilt es, kurz die Not aufzuzeigen, die durch die Bránde ent- 
standen ist. : 
Triesen muss auch heute noch mit einem gefihrlichen «Ziisler» 
zusammenleben, das ist der Fóhn. Brandkatastrophen, angefacht durch 
den Fóhn, haben im Laufe der letzten Jahrhunderte kaum eine Ortschaft 
links und rechts des Rheins verschont. Noch 1960 und wieder 1986 hat 
der Fóhn den Balznern Feuer in die gemeindenahen Waldungen getra- 
gen, das Bangen auch in Triesenberg, Triesen etc. auslôste. Balzers ver- 
brannte bei Föhn 1795, Schaan, Vaduz und über dem Rhein liegende 
Gemeinden wurden wiederholt von Feuersbrünsten, die mit dem Föhn 
zusammenhingen, heimgesucht. Die letzte Föhnkatastrophe erlebte 
Triesen in der Osternacht vom 22./23. März 1913. : 
Tschugmell zählt in seiner Schrift 1973 insgesamt 73 Brandfille in 
Triesen für die Zeit von 1446 bis 1973 auf. Es werden der Reihe nach die 
wichtigsten genannt, wobei neben der Dorfteilebezeichnung soweit 
möglich die Hausnummern beigesetzt, und zwar von 1809 bis ca. 1870 
die alte und die neue HNo. (a und n), und ab ca. 1870 nur mehr die neue,
        

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