Der Wald 
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1882 eine Lieferung vom obersten Teile des Platten-Waldes an 
Herrn Real in Vaduz verkauft, war derzeit wohnhaft in 
Triesen; 
1888 wurde Buchenholz ob der Mittagswand bis unter den Sattel 
hinauf abgetrieben; 
1907 1m Rinderwald und in der Schneeflucht in Lawena Holz 
abgetrieben und an Róckle im Mühleholz verkauft, ebenso aus 
dem Haltmannstock; 
1909 Làrchen- und Tannenholz auf der Münz dem Rôckle 
verkauft, 350 m? (um Weide zu gewinnen). 
Holzverkäufe vom Foppi (Vopi) und Gasenzawald: 
In der Zeit von anfangs 1820er Jahre verkaufte die Gemeinde an 
Holzhändler Ecker von Vorarlberg das Holz vom Vopi und Gasenza- 
wald. Zu dieser Holzlieferung war vom Bad Vogelsang über Matroula 
und Matillaberg hinunter bis in die Heureuten an der Strasse bei Gart- 
netsch ein Graben (Riese) ausgehoben, um das Holz hinunter an den 
Rhein zu riesen. Das Holz wurde zur Winterszeit vom Badloch und 
Badtobel bis an den Rhein geliefert. 
Der Rhein lief damals hart an den Heureuten vorbei. Dort wurde 
das Holz in Flöze gebunden und über den Rhein hinunter nach Vorarl- 
berg geliefert. Nach einer Aussage von damals soll der Fussweg ob der 
Langgasse vom Gatter ob Karl Fegers Haus durch die Güter hinauf bis in 
die Garnisgasse von den Holzarbeitern (Schröttern), die ihren Proviant 
bei dem Wirt und Händler Josef Kindle, HNo. 43, unter der Kirche 
fassten, enstanden sein. 
Holzverkauf vom Buchwäldli im Forst, ob dem Neugereut, der 
Badtobel-Rüfe an: 
Anno 1864 und 1865 wurde dieser Wald, der einen Bestand von 
grossen Buchen aufwies, an Schweizer verkauft, welche die Aufarbei- 
tung des Holzes selbst zu übernehmen und es in Klafter zu 6 Schuh hoch 
und 3 Schuh lang aufzustellen hatten. 
Vom Erlós wurde ein Teil der Zehent-Ablósung, die die Pfarr- 
pfründe auf den Gütern besass, bezahlt. Jeder Bürger bekam hievon sei- 
nen Teil, der ihm an seiner Schuldigkeit laut Ausweis von der Zehent- 
Ablósung als Zahlung angerechnet wurde. 
Dieser Geldbetrag wurde dann jedem Bürger in der Wuhrumlage 
wieder als Schuldigkeit angerechnet, das heisst, er musste den empfan- 
genen Betrag am Rheinbau durch Arbeit wieder abverdienen. 
Bemerkung zu den Angaben Seles: 
Die Holzung 1857 bis 1860 betraf Tuas. Das Holz wurde abge- 
trieben und die Heuberge den Besitzern ins Eigentum überlassen. 
Ausser den von Seli gemeldeten Holzverkiufen sind noch zu 
erwähnen: 1852 und 1853 Holzschläge in Valüna (Hahnenspielseite) 
mit Abflôssen durch den Saminabach. 
1796 verkaufte die Gemeinde an einige Bürger das Holz am Weis- 
sen Schild um 3000 Gulden, das sie innert 6 Jahren schlagen und innert 
10 Jahren aus dem Gebiete wegzuschaffen hatten. 
Der letzte gróssere Holzschlag in Lawena fand 1946 statt. Damals 
wurden im sog. Kapuzinerzipfel (Rassla) 607 m? Holz verkauft und mit- 
tels Seilzug an die Lawenastrasse zum sog. Stogler Kopf gebracht. (Erlós 
pro m° 10.90 Er) 
 
        

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