Der Wald 
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1862 meldete das gleiche Amt, dass die Triesner zufriedenstellend 
Erlen gepflanzt haben. 
Diese Auenwälder sind mit der Melioration im Zuge des Binnen- 
kanalbaues (1931—1944) in Triesen ziemlich restlos untergegangen. 
Einen kleinen Ersatz bildet seit 1950 der Windschutzstreifen im Heilos. 
1977 wurde das Projekt genehmigt, Poskahalde und Hocheck 
aufzuforsten. Dazu wurde als erstes eine neue Waldstrasse von Hen- 
nawieblis Boden bis nach dem Rietle gebaut (anschliessend in den spáte- 
ren Jahren der Panoramafussweg bis zum Brünnele an der Lawena- 
strasse, Forsthütte). Das ganze Gebiet wurde (ab 1977) mit ca. 80 000 
Pflanzen aufgeforstet. Dadurch wurde die Waldfliche der Gemeinde 
wiederum wesentlich vergróssert. 
Zum Schutze der Triesner Trinkwasserquellen im Gebiete der 
Litzenen sind dort weitere Aufforstungen seit 1960 vorgenommen wor- 
den. Im Laufe der Zeit nach dem zweiten Weltkriege wurden weitere 
Weidegebiete dem Walde zurückgegeben, wie etwa die Tagweide auf der 
Eck in Lawena, das Gebiet zwischen Lawenastrasse und Bad ob dem 
Teufelsstein, das Gebiet von Hintermagrüel, s'Reala-Teil, Gütschabad, 
beim Waldgarten, Stellebóden etc. 
Die nun für Triesen einsetzende Bergland-Sanierung wird bei der 
Wald- und Weideausscheidung in Lawena (Platta, Wang, Münz) und 
Valüna sicherlich wieder Weide dem Walde zuschlagen. Triesen hat 
damit - abgesehen von der Auwaldung - seine Waldflàche im Verlaufe 
eines zurückliegenden Jahrhunderts wesentlich verbessert. 
Die Holzverwertung 
Das Holz diente ursprünglich ausschliesslich der Eigenversor- 
gung. Es wurde nach den gleichen Grundsätzen und Regeln von der 
bäuerlichen Bevölkerung bewirtschaftet wie die Allmeinden und der 
Gemeindeboden. Genutzt wurde praktisch nur das dorfnahe Holz. Der 
Gebirgswald blieb unbewirtschaftet, soweit das Holz nicht in der Alpe 
selbst gebraucht oder als Schindelholz genutzt wurde. 
Wo heute Fichtenwälder stehen, müssen früher dorfnahe Buchen- 
wälder vorhanden gewesen sein, so z. B. der grosse Wald ob dem Dorfe 
und jener im Wäldle und ebenso am Mittagberg. Buchenholz diente als 
Brennholz; später wurde aber immer mehr daraus Kohle hergestellt für 
die Schmiede und zum Verkaufe in das nahe Eisenschmelzwerk in 
Plons. 
Bauholz war geschätzt und gesucht. Die meisten bäuerlichen 
Häuser, Ställe und Schuppen waren aus Holz gebaut. Der Unterhalt der 
Bedachung benötigte Schindeln, die man sich in den Weisstannen- und 
Lärchenwäldern in den Alpen beschaffte. Viel Holz gebrauchte die Zäu- 
nung (Scheienzäune, wovon noch Reste in den Alpen vorhanden sind, 
Neuanlagen seit ca. 1950 unterlassen). 
Die Triesner suchten immer wieder Holz zu verkaufen, um Geld 
zu erhalten und Schulden zu bezahlen (z. B. Kriegsschulden aus der Zeit 
von 1794-801, Rheinwuhrkosten, Kirchenbau und Schulhausbau in 
der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts). 
In einer Eingabe an den Landesfürsten vom 9. Juli 1827 bemerken 
die Triesner: a 
«Der zweimalige feindliche Überfall der Franzosen in den Jahren 
1799 und 1800 und die durch volle 8 Jabre gedauerte Einquartierung und 
 
        

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