Staats- und Gemeindehaushalt, Steuern, Masse, Geld, Zoll 
  
  
1950 1960 1970 
(1405 Einwohner) (1769) Einwohner) (2637 Einwohner) 
Einnahmen: Ausgaben: Einnahmen: Ausgaben: Einnahmen: — Ausgaben: 
Steuern 120341.80 - 381 417.69 - 3 009 377.80 = 
Allgemeine 
Verwaltung 2866.75 22746.05 25848.35 47227.47 34 601.35  184267.37 
Bauwesen 545.-—- 64 122.95 56 163.15 105 695.80 205 983.15 1 430 477.83 
Feuerlóschw. 5514.-- 10365.87 8371.65 8657.40 33 183.25 31 526.59 
Kirchenwesen 3950.-- 29876.90 4478.  31760.85 6495.—— 77 993.50 
Schulwesen 715.80 —12 096.5] 480.60 29043.40 7511.45  172334.80 
Landwirtschaft 14 430.40 18190.76 26706.70 25 442.10 1 234.-- 2747.90 
Alpwirtschaft 44 868.15 21 019.25 
Waldwirtschaft 17509.12 19384.32 64 311.30 64385.70 153547.50 107 810.20 
Soz. Fürsorge 1252.20 9968.49 14299.16 14299.16 110079.90 213349.40 
Sanıtätswesen - 804.60 - 890.-- - 3398.-- 
Veterinärwesen - - - - 1073.-- 4 354.80 
Beitráge - 1950.-- - 1730.-- - 40 372.80 
Zinsen 3452.96 20781.70 21906.68  35698.-- 50883.85 106126.17 
Diverse 
Einbürgerung 353.15 10218.75 94 644.47  84406.30 121272.10 184466.90 
Abschreibungen - - - - - 1100 176.80 
Uberschuf 
an Bilanz - - - - - 99 697.28 
3780110.50 3780110.50 
Zahlen aus bestehenden Rechnungslagen der Gemeinden aus dem 
19. Jahrhundert vermógen kein wirkliches Bild des Gemeindehaushaltes 
zu geben. Der größte Teil der Leistungen wurde durch «Fronen» 
(Gemeindewerk, Alpen, und Wege richten, Zàunen, Rheinwuhrbauten, 
Rüfeverbauungen, selbst Erstellen von Schule und Kirche, Waldarbeiten 
und anderes mehr) erbracht, das nicht durch die Bücher der Sáckelmei- 
ster (Kassiere) ging. So hatte Triesen um 1810 rund 2000 Gulden und 
1829 erst 2164 Gulden Ausgaben als Barauslagen zu verrechnen, und 
1887 wurden erst 5777 Gulden bar verausgabt. 
Arbeiten an Schutzbauten des Rheines und der Rüfen wurden 
gesondert verrechnet (Rheinwuhrgesetz und Instruktion für die mit der 
Leitung und Beaufsichtigung der Rheinschutzbauten betrauten Organe 
aus dem Jahre 1865: «In jeder Rheingemeinde ist vom Wuhrkommissär ab- 
gesondert von den übrigen Rechnungen des Gemeindehaushaltes. . . eine 
eigene Rechnung zu führen.») 
Bis 1809 bildeten die heutigen 11 Gemeinden Dörfer, die sich 
nach genossenschaftlichen Richtlinien verwalteten (wie beispielsweise 
heute eine Alpgenossenschaft). Sie waren für sich abgeschlossen und 
finanziell auf sich selbst angewiesen. Lediglich in Zeiten der Not (z. B. 
bei Rheineinbrüchen, Bránden) half man sich nachbarlich aus. Der alte 
Staat vor 1809 sorgte nicht für einen Ausgleich unter den Gemeinden. 
So hatte jede an den Rhein anstossende Gemeinde die Rheinwuhrlasten 
für ihre Wuhrstrecke allein zu tragen. Gegenüber Land und Herrscher 
waren die Gemeinden verpflichtet, Steuern abzuliefern, teils direkt, teils 
über den Landammann. Wie die Gemeinde diese Steuern eintrieb, das 
war ihre Sache. Lediglich 1584 legten die Gemeinden ein Steuerbuch 
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